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Umland Gehrden Nachrichten Investoren wollen historisches Gebäude abreißen
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22:38 04.12.2014
Von Dirk Wirausky
Schon jetzt ist es an Markttagen eng am sogenannten Bartsch-Haus. Der geplante Neubau soll sogar noch breiter werden. Quelle: Ingo Rodriguez/Sabo-Architekten
Gehrden

Die Diskussion um das sogenannte Bratsch-Haus am Marktplatz geht weiter. Im Ausschuss für Bau- und Städteplanung berichtete Adolf Knölke (CDU) von einer „finanzstarken Gruppe“, die überlege, das Haus zu kaufen. Ziel der Interessenten sei es, das historische Gebäude abzureißen. „Sie wollen einen großen Platz statt eines Neubaus“, sagte Knölke. Wer dahinter steckt, teilte Knölke nicht mit. Andere Bürger wiederum denken nach Auskunft von Eva Kiene-Stengel (Bündnis 90/Die Grünen) darüber nach, eine Stiftung zu gründen, um das alte Gebäude zu erhalten.

Die Mitglieder des Ausschusses wollten sich allerdings nicht an Spekulationen beteiligen. „Wir müssen aus städtebauliche Sicht über die Frage diskutieren“, sagte Klaus Dörffer (CDU). Hennig Harter sah sich zudem nicht zuständig. Wenn es Interessengruppen gebe, sollten sie mit der Eigentümerin verhandeln, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende. Für die Politiker gilt gegenwärtig ein Entwurf des Büros Sabo-Architekten als Grundlage. Demnach soll ein Neubau das alte Wohn- und Geschäftshaus zwischen Margarethenkirche und Marktplatz ersetzen. Die Planer haben sich dabei an dem einstigen Gebäudeensemble orientiert. Neben dem Bratsch-Haus stand bis in die siebziger Jahre das Haus Schaumann. Auf der Fläche dieser beiden Häuser soll der Neubau errichtet werden. Dagegen formiert sich Protest. Zahlreiche Bürger sind gegen den Entwurf. Mehr als 400 Unterschriften wurden gesammelt und Bürgermeister Cord Mittendorf übergeben. Sie wollen nicht, dass das denkmalgeschützte Haus aus wirtschaftlichen Gründen abgerissen und durch einen mächtigeren Neubau ersetzt wird. Ein Argument: An Markttagen und bei Veranstaltungen werde die Fußgängerzone zu einem Engpass.

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