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Nachrichten Verein hofft weiter auf Kunstrasenplatz
Umland Gehrden Nachrichten Verein hofft weiter auf Kunstrasenplatz
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00:20 17.03.2018
Wilfried Quaß zeichnet Elke Meyer-Everloh (von links), Lilly Schaffhauser und Erika Seeßelberg für 40-jährige Mitgliedschaft in der SG Everloh-Ditterke aus.  Quelle: Rabenhorst
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Everloh/Ditterke

  Der Wunsch und die Forderung für einen Kunstrasenplatz standen erneut im Mittelpunkt der Versammlung der SG Everloh-Ditterke. Nicht nur der Vorstand rund um den Vereinsvorsitzenden Wilfried Quaß, sondern vor allem Achim Köller plädierte dafür, die „Stadt Gehrden damit richtig zu nerven“. „Wir brauchen bessere Trainings- und Spielmöglichkeiten“, sagte der Jugendkoordinator, der maßgeblich für die boomende Nachwuchsabteilung ist. Allein rund 90 Kinder und Jugendliche gehören dem Klub an.

Köller ist seit mehr als zwei Jahren im 218 Mitglieder starken Sportverein als Jugendkoordinator tätig und hat ein klares Ziel vor Augen. „Jedes Jahr sollen gut ausgebildete Eigengewächse in den Seniorenbereich aufsteigen“, sagte er . „Solch einen Unterbau brauchen wir, um als kleiner Verein existieren zu können“, fügte er hinzu. Das sei jedoch nur möglich, wenn die Jugendlichen trainieren können. „Unser Platz ist seit Oktober nicht bespielbar. Wir hatten in dieser Zeit einen zusätzlichen finanziellen Aufwand von rund 3000 Euro“, sagte er. Es könne doch nicht sein, dass der Verein Geld nach Wennigsen und Empelde „scheffle“, um trainieren zu können. Dieser Meinung war auch ein erbostes Vereinsmitglied aus Ditterke. „Mit dem Kunstrasenplatz hat die Stadt dem SV Gehrden ein Denkmal gesetzt. Und wir haben das Nachsehen“, sagte er. 

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Bislang habe die Inbetriebnahme eines neuen Kunstrasenplatzes beim SV Gehrden nämlich leider zu keiner Entspannung der Situation geführt. „Weil der Verein nun einmal selbst so viele Mannschaften hat, dass kaum Kapazitäten frei sind“, wusste der SG-Vorsitzende zu berichten. Es sei nichts planbar, weil der SV Gehrden als Verwalter für den Kunstrasenplatz die Termine nur kurzfristig vergebe. 

Die SG Everloh-Ditterke hatte sich von den Ideen aus dem Sportstättenbedarfsplan nicht nur eine Entlastung der im gesamten Stadtgebiet arg strapazierten und meist voll ausgelasteten Sportstätten gewünscht. Um die Entwicklung zu beschleunigen und die bislang auf Eis liegenden Empfehlungen möglichst rasch umzusetzen, sollte nach Vorstellung des SG-Vorsitzenden ein runder Tisch gebildet werden - mit Vertretern der Sportvereine sowie aus Rat und Verwaltung. „Daraus ist leider bis heute nichts geworden. Auch das durchaus konstruktive Gespräch mit dem 1. Stadtrat André Erpenbach hat uns nicht wirklich etwas gebracht“, sagte Quaß. Von der Stadt seien keine finanziellen Mittel zu erwarten. „Wir brauchen Perspektiven, wie wir die Zukunft der Sportvereine gestalten. Ohne vernünftige Trainingsmöglichkeiten laufen die Spieler davon“, betonte Andreas Sommer, Trainer der beiden Herrenmannschaften.

Fußballspartenleiter Thomas Ruppel sieht etwas optimistischer in die Zukunft. „Es besteht eventuell die Möglichkeit unseren Platz in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Erste Gespräche mit einer Platzbegehung finden bereits nächste Woche statt. Wenn wir uns die Kosten von etwa 300 000 Euro mit dem SV Northen-Lenthe teilen, wäre das wohl machbar“, sagte Ruppel.

Es gab allerdings auch Positives zu berichten. Die Gymnastiksparte feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. „Der Verein lädt anlässlich dieses Jubiläums alle 39 Mitglieder zu einer Fahrt mit dem Oldtimerbus in Hannover ein“, verriet Quaß. Passend zu dieser Ankündigung standen bei den anschließenden Ehrungen auch die Damen der ersten Stunde im Mittelpunkt. Für 40-jährige Treue wurden Elke Meyer-Everloh, Lilli Schaffhauser und Erika Seeßelberg ausgezeichnet. Seit 40 Jahren dabei sind auch Ursel Reverey und Anne Schaper. Seit 25 Jahren hält Sylvia Harre dem Verein die Treue. 

Von Heidi Rabenhorst

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