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Umland Gehrden Nachrichten Mehr Sicherheit für Radfahrer im Kreisverkehr
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00:16 22.10.2017
Von Dirk Wirausky
Auf der K231 werden am Gehrdener Stadtrand zurzeit die Kreisel saniert. Extraspuren für Radfahrer sind dort nicht geplant. Die Politiker wünschen sich das jedoch für die innerörtlichen Kreisverkehre.
Auf der K231 werden am Gehrdener Stadtrand zurzeit die Kreisel saniert. Extraspuren für Radfahrer sind dort nicht geplant. Die Politiker wünschen sich das jedoch für die innerörtlichen Kreisverkehre. Quelle: Ingo Rodriguez
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Gehrden

Die Politiker sind sich weitgehend einig: Im Kreisverkehr sollen auch Radfahrer sicher unterwegs sein können. Beim Bau neuer soll darauf Rücksicht genommen werden. Die Initiative geht von der Gruppe Grüne/Linke aus. Sie hatte gefordert, dass die Stadt in Abstimmung mit der Region Hannover geeignete Maßnahmen prüfen solle, um die Sicherheit von Radfahrern in Kreisverkehren zu erhöhen. Als eine schnell umsetzbare und kostengünstige Maßnahme sei beispielsweise das Anlegen eines breiten und rot gekennzeichneten Radweges im Straßenbereich oder außerhalb zu überlegen, hatte die Gruppe angeregt.

Der Hintergrund des Vorstoßes: „Als Fahrradfahrer erlebt man in Kreisverkehren regelmäßig gefährliche Situationen“, berichtet der Vorsitzende der Gruppe Grüne/Linke, Heinz Strassmann. Ihnen werde fast immer die Vorfahrt genommen, obwohl sie sich im Kreisverkehr befinden, allerdings auf separatem Radweg, der nicht im Kreisel integriert ist. Die Radler müssen deshalb den Kreisverkehr kreuzen. Diese Ausgangssituation soll sich möglichst ändern. Gehrt es nach Strassmann, dann soll jeder Kreisel im Stadtgebiet dementsprechend geprüft werden.

Die Christdemokraten unterstützen die Anregung der Gruppe Grüne/Linke, aber sie wollen nichts am Status Quo in den bestehenden Kreisverkehren an der Kreisstraße ändern. „Wir wollen die rechtliche Situation an den Ausfallkreiseln nicht verwässern“, hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Spieker kürzlich in der Sitzung des Rates verdeutlicht. Autofahrer müssten schnell aus der Stadt hinausfahren können.

Anders sei dies bei den geplanten neuen Kreiseln im innerörtlichen Stadtbereich – so soll im Zuge der Ansiedlung des Discounters Lidl im Kreuzungsbereich Ronnenberger Straße/Stadtweg ein Kreisverkehr eingerichtet werden. Außerdem wird laut über den Neubau eines Kreisels an der Kreisstraße 231/Ecke Robert-Bosch-Straße nachgedacht. „Der Radweg soll aber innerhalb des Kreisverkehrs farblich markiert werden“, sagt Strassmann. Wie das aussehen könnte, soll möglicherweise bei einem Ortstermin in Hannover in Erfahrung gebracht werden.

Bürgermeister Cord Mittendorf blieb zunächst zurückhaltend. „Wir wollen den Antrag zunächst prüfen und dann schauen, wie es weitergehen kann“, sagte er.

Ingo Rodriguez 20.10.2017
Ingo Rodriguez 20.10.2017