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Nachrichten Petra Dobiasch gibt Spartenleitung beim SV Gehrden ab
Umland Gehrden Nachrichten Petra Dobiasch gibt Spartenleitung beim SV Gehrden ab
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16:02 19.02.2019
Petra Dobiasch gibt die Spartenleitung nach fast 16 Jahren ab. Quelle: Heidi Rabenhorst
Gehrden

Petra Dobiasch hat zum Beginn der vergangenen Woche ihre letzte Versammlung als Leiterin der Sparte Gymnastik/Turnen/Fitness des SV Gehrden abgehalten. Die 64- Jährige hat die mit 1000 Mitgliedern größte Abteilung des Sportvereins rund 16 Jahre geführt – von 2000 bis heute, mit dreijähriger Unterbrechung. Als Übungsleiterin für ihre drei Kurse bleibt sie dem SVG aber erhalten.

Natürlich muss die Frage nach der Wehmut kommen. Dobiasch lacht. „Nein, die spüre ich nicht. Es ist ein geordneter Übergang, die Sparte steht gut da.“ Insgesamt hat die Sparte 16 Kurse für Erwachsene und zwölf für Kinder und Jugendliche im Angebot. Zudem gibt es 15 Trainer, zehn Assistenten und sechs Ärzte. „Es ist kein bloßer Zeitvertreib, sondern bisweilen sehr aufwendig. Man ist Organisator, Vermittler, Krisenmanager und Kummerkasten mit ständiger Präsenz“, erzählt die ausgebildete Übungsleiterin für Gesundheits- und Präventionssport, die sich im vergangenen Jahr über 47 neue Mitglieder freuen konnte.

Petra Dobiasch wuchs in der ehemaligen DDR auf, besuchte in Dresden die Kinder- und Jugendsportschule. Nach der zehnten Klassen wechselte Dobiasch, die Florett-Fechten als Leistungssport betrieb, und machte auf einer allgemeinbildenen Schule ihr Abitur. 1984 reiste sie aus und lebte in Hannover, seit fast 25 Jahren in Gehrden. Dort kam sie auch mit dem örtlichen Sportverein in Berührung, brachte ihren dreijährigen Sohn zum Kinderturnen beim SV Gehrden. Auf Grund ihrer eigenen Jugend hatte sie Vorkenntnisse – und ging von der Tribüne herunter in die Halle. „Ich habe das ganze Durcheinander gesehen und gefragt, ob ich helfen kann.“ Sie konnte. Alsbald übernahm sie selbst Kurse. „Man wächst da nach und nach rein. Erst habe ich Kurse geleitet, dann war ich ständige Ansprechpartnerin und irgendwann habe ich dann eben die Spartenleitung übernommen“, sagt Dobiasch und lacht. Sie trat damals die Nachfolge von Regina Hagen an.

Was folgte war eine erfolgreiche Zeit. „Wir haben viel geschafft“, sagt sie. Unter anderem wurd die Gruppe Parkour ins Leben gerufen. „Eine Erfolgsgeschichte“, sagt Dobiasch. Stolz ist sie zudem darauf, dass ihre Sparte bereits früh Sport für muslimische Frauen angeboten hat. Dieser Kurs wurde später in eine gemischte Gruppe erweitert. Für diese Integrationsarbeit gewann die Sparte sogar Preise.

Weil aktuell für sie jedoch kein Nachfolger in Sicht ist, hat sich Dobiasch Gedanken gemacht. Um dem großen zeitlichen Aufwand in Zukunft gerecht zu werden, könnte sie sich eine Aufteilung in verschiedene Ressorts vorstellen, „in jüngere Hände“, wie sie sagt. Und noch einen weiteren Wunsch hat sie: Zwei Reha-Herzsport-Gruppen gibt es bereits und es gibt noch viele Anfragen. „Wir könnten sofort mit einer dritten Gruppe starten“, sagt Dobiasch. Das Problem: Es fehlt ein Arzt, der mitmacht und im Notfall eingreifen könnte – das ist Vorschrift, in den anderen Gruppen ist ein Arzt involviert. „Ob pensionierter oder aktiver Arzt oder Ärztin im Mutterschutz – das ist völlig egal, wir sind händeringend auf der Suche“, sagt die ehemalige Spartenleiterin. Die Gruppe trifft sich immer mittwochs von 16 bis 17.30 Uhr. Der gesuchte Mediziner kann sich in der Geschäftsstelle des Vereins unter Telefon (05108) 5924 melden.

Von Heidi Rabenhorst und Stephan Hartung

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