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Umland Gehrden Nachrichten Ortsrat schimpft auf die Stadt
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06:47 09.07.2014
Von Dirk Wirausky
Der Spielplatz an der Wiesenstraße in Redderse: Gut gepflegter Rasen, aber nur wenige Spielgeräte für Kinder.
Der Spielplatz an der Wiesenstraße in Redderse: Gut gepflegter Rasen, aber nur wenige Spielgeräte für Kinder. Quelle: Ingo Rodriguez
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Gehrden

Ernst-August Hohmann (SPD) wurde deutlich. „So langsam fühle ich mich veralbert“, sagte das Ortsratsmitglied am Montagabend. Immer wieder werde die Stadt daran erinnert, dass abmontierte Geräte auf den beiden Spielplätzen ersetzt werden müssten - doch trotz Versprechungen passiere nichts. So fehlt auf der Anlage Im Dorfe die Vogelnestschaukel, an der Wiesenstraße ist bislang keine neue Doppelschaukel angebracht worden - und das seit inzwischen zwei Jahren.

Auch Ortsbürgermeister Harald Schultz (CDU) hat wenig Verständnis für die Haltung der Stadt. „Es rührt sich nichts“, sagte er. Immerhin: Zäune sind inzwischen ersetzt worden, und auch eine kaputte Tischtennisplatte wurde ausgetauscht. „Die Redderser Spielplätze sind zwar hübsch hergerichtet worden, aber sie gleichen einer grünen Wiese“, sagte Schultz.

Auch der Bolzplatz im Ort ist zurzeit wenig attraktiv. Der Untergrund ist in einem derart schlechten Zustand, dass die Verletzungsgefahr für die zumeist jungen Kicker zu groß ist. Die Stadt macht dafür die Feuerwehr verantwortlich. Sie hatte die Fläche anlässlich ihres Festes zum 80-jährigen Bestehen genutzt - und einige Furchen hinterlassen. „Die soll sie nun auch beseitigen“, sagte Schultz.

Axel Gröper (CDU) reagierte empört auf die Forderung der Stadt. „Es ist eine Frechheit, wie die Stadt sich verhält“, schimpfte er. Zumal der Platz schon vor der Feier in einem katastrophalen Zustand gewesen sei. „Er muss sowieso saniert werden“, sagte Gröper. Und das könne nicht Aufgabe der Feuerwehr sein.

Auch bei anderen Punkten ist die Kommunikation zwischen Verwaltung und Ortsrat ausbaufähig. Der Wunsch, den Maibaum zu versetzen, ist ebenso nicht erfüllt worden, wie die Forderung nach einer Arbeitsplatte für die Küche im Dorfgemeinschaftshaus. „Ich frage mich, warum wir hier eigentlich sitzen und alles ins Protokoll aufnehmen, wenn nichts passiert“, sagte Gröper.

Die Anliegen sollen nun wiederholt werden. „Wir beantragen sie noch mal für den Haushalt des nächsten Jahres“, sagte Schultz.