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Umland Gehrden Nachrichten MCG-Sanierung: Unvorhersehbare Probleme
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00:16 13.08.2017
Von Dirk Wirausky
Unerwartete Schäden: Die Fassade der Aula muss aufwändig erneuert werden. Quelle: Marcel Sacha
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Gehrden

Der Zeitplan ist nicht einzuhalten und die Gesamtkosten steigen: Die Sanierung und Modernisierung des Matthias-Claudius-Gymnasiums (MCG) bleibt eine zähe Angelegenheit. „Wir sind im Verzug“, gesteht die städtische Projektleiterin Christina Unselt. Laufend haben die Arbeiter und Planer mit Unwägbarkeiten zu kämpfen, mit denen nicht zu rechnen gewesen sei. „Es sind immer wieder unvorhersehbare Probleme aufgetaucht“, sagt Unselt.

So gestaltete sich die Entsorgung von alten Öltanks als komplizierter und zeitaufwendiger als erwartet. Und auch in der alten Fassade der Aula seien Schäden gefunden worden, deren Behebung Zeit und Geld koste, so Unselt. So wird der Bauabschnitt Mittelbau Mitte mit Foyer, Pausenforum, Eingang, Musikraum und Aula erst nach den Herbstferien beendet werden können. Vermutlich 2018 kann die neue Mensa genutzt werden.

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Weniger problematisch und weniger unvorhersehbar dürfte dagegen der Abriss und Neubau des Mittelbaus West werden. Rund 3,8 Millionen Euro sind für den neuen Schulkomplex einschließlich Abriss geplant – anstelle der ursprünglich veranschlagten Sanierungskosten in Höhe von 2,3 Millionen Euro.

Grund für den Bau eines neuen Schultraktes ist die Umstellung des Abiturs von 12 auf 13 Jahre. Die bisherige Raumplanung für das MCG ging noch von einem Gymnasium mit zwölf Jahrgängen aus. Mit Umstellung von G8 auf G9 werden ab dem Schuljahr 2020/2021 allerdings weitere Unterrichtsräume benötigt. Darüber hinaus sind auch Räume für die inklusive Beschulung notwendig.

Da in den vorangegangenen Bauabschnitten immer wieder die Erfahrung gemacht wurde, dass aufgrund der maroden Bausubstanz und unvorhergesehenen Gegebenheiten des Gymnasiums die Sanierung sehr viel kostspieliger wurde als geplant, soll der Mittelbau West neu errichtet werden. Damit wäre der nötige Raumbedarf der Schule in Anlehnung an das Standardraumprogramm für Gymnasien gedeckt. Zudem ergeben sich auch bessere Anbindungsmöglichkeiten an den Bestandsbau. Außerdem wäre die Barrierefreiheit gewährleistet und die Fluchtwegsituation optimiert.

Fotostrecke Gehrden: MCG-Sanierung: Unvorhersehbare Probleme
Dirk Wirausky 13.08.2017
Dirk Wirausky 13.08.2017