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Nachrichten Senioren werten ihr Dorf auf
Umland Gehrden Nachrichten Senioren werten ihr Dorf auf
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21:22 28.10.2014
Von Ingo Rodriguez
Ehrenamtlicher Einsatz für das Dorf: Hermann Deiters (von links), Kurt Mittendorf, Hartmut Ermer, Rainer Lange, Heinz Lichte und Volker Eberhardt sanieren den viel genutzten, aber bislang meist ungepflegten Köttelweg. Quelle: Ingo Rodriguez
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Gehrden

Zurzeit saniert die Rentnertruppe den oft als Köttelweg verspotteten Trampelpfad an der Osterstraße. Es ist eine beliebte Abkürzung und seit Jahren auch ein viel genutzter Trampelpfad. „Für etliche Anwohner ist die Strecke eine praktische Verbindung vom Ortsrand ins Dorf“, sagt Volker Eberhardt. Trotzdem schieße auf dem öffentlichen Stichweg regelmäßig Unkraut und meterhoch Gras aus dem Boden, sagt er.

Ungepflegte und vernachlässigte Dorfbereiche wie der sogenannte Köttelweg sind es, die Eberhardt und neun weitere Senioren vor einem Dreivierteljahr zu einem Entschluss bewegt haben: Sie wollen nicht mehr tatenlos zusehen, sondern selbst kräftig mit anpacken, um das Ortsbild aufzuwerten. „Wir setzen uns für das Gemeinwohl ein“, sagt Eberhardt.

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Am Köttelweg hat die Seniorengruppe bereits damit begonnen. Die Sanierung läuft auf Hochtouren. „Wir richten den Boden so her, dass er sauber, fest und gut begehbar ist“, sagt Eberhardt. Er hofft, dass die Dorfbewohner und vor allem auch Tierhalter den schmalen Verbindungspfad künftig pfleglicher behandeln. „Seinen Spitznamen verdankt der Weg nämlich den unschönen Hinterlassenschaften von Hunden“, sagt Eberhardt.

Zumindest Unkraut werde dort vorerst nicht mehr üppig wachsen. „Wir haben weite Teile des Weges begradigt, mit einem Unkrautfließ abgedeckt und Splitt aufgetragen“, sagt Eberhardt. In die Splittschicht werde noch Zement eingearbeitet, um den Belag zu festigen. In Kürze wollen die Senioren das Projekt mit einem zweiten Arbeitseinsatz abschließen. Eberhardt verweist auf tatkräftige Unterstützung: „Die Stadt hat acht Kubikmeter Splitt geliefert, und Ralf Henner-Garbe stellt Maschinen seiner Firma zur Verfügung.“ Erst auf Nachfrage lassen sich die Rentner entlocken, dass es eigentlich schon ihr zweites Projekt ist. „Wir haben vor zwei Monaten gemeinsam eine Sitzbank für 350 Euro gekauft und am Gut aufgestellt“, sagt Eberhardt.

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