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Nachrichten Steintor wird zur Großbaustelle
Umland Gehrden Nachrichten Steintor wird zur Großbaustelle
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19:49 12.06.2014
Von Dirk Wirausky
Der Bereich zwischen Bahnhofstraße und Gartenstraße wird bis Mitte Oktober modernisiert. Quelle: Dirk Wirausky
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Gehrden

Ohne Frage: Der Steintorbereich wird in den nächsten Monaten zur Großbaustelle. Zunächst wird das Areal zwischen Bahnhofstraße und Gartenstraße umgestaltet. Nach Informationen von Bürgermeister Hermann Heldermann soll im September zudem das seit Jahren brachliegende Laging-Gelände bebaut werden. Bis dahin möchte die Stadt allerdings ihre Arbeiten weitgehend abgeschlossen haben. Mit Behinderungen und Belastungen werden sich Anwohner arrangieren müssen.

In vier Phasen wird der zweite Bauabschnitt unterteilt sein. Zunächst wird die Ostseite der Nordstraße erneuert, anschließend wechseln die Bauarbeiter auf die Westseite der Straße. Ziel sei es, dass die Nordstraße während der Arbeiten halbseitig befahren werden kann, sagt Martin Reinckens von der Planungsgesellschaft Verkehrsbau (PVB). Ob der Verkehr während der Bautätigkeiten mit einer Ampel geregelt oder ob eine Einbahnstraße eingerichtet wird, ist noch offen. Im Anschluss an die Arbeiten an der Nordstraße wird der Vorplatz der Sparkasse erneuert; danach wird an der Gartenstraße eine neue barrierefreie und überdachte Bushaltestelle angelegt. Die Kosten für den Bauabschnitt betragen 280.000 Euro. Insgesamt gibt die Stadt für die Sanierung der Innenstadt in den nächsten Jahren etwa sechs Millionen Euro aus.

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Bald Tempo 20 am Steintor

Zu einer Informationsstunde über den nächsten Bauabschnitt der Innenstadtsanierung hatte die Stadt am Mittwochabend Anwohner ins Rathaus eingeladen. Das Interesse war groß: Gut 100 Bürger kamen. Die Staubbelästigung beim Abriss des Kiosks, das Parkverbot an der Barsinghäuser Straße wegen des umgeleiteten Busverkehrs während der Bauarbeiten, die Länge der neuen Bushaltestelle und die Zahl der neu angelegten Parkplätze - die Fragen der Anlieger des Steintors waren vielfältig. Alle konnte Martin Reinckens von der Planungsgesellschaft Verkehrsbau (PVB) beantworten - und ernsthafte Bedenken gegen die Sanierungsarbeiten hatte niemand der Zuhörer.

Vom Tisch sind die Pläne, am Steintor einen sogenannten Shared Space einzurichten. Fußgänger sowie Rad- und Autofahrer sollten sich nach ersten Überlegungen frei in einer Zone bewegen können und aufeinander Rücksicht nehmen - Schilder, Ampeln oder Fahrbahnmarkierungen sollte es nicht geben. „Von dieser Idee haben wir uns verabschiedet“, sagte Bürgermeister Hermann Heldermann. Dafür wird es eine Sonderzone mit Tempo 20 geben. „Wir glauben, das ist eine bessere Lösung“, sagte Heldermann.

Wegfallen werden dann auch die drei Zebrastreifen am Steintor. Sie seien aufgrund des Tempolimits nicht mehr nötig und würden auch nicht genehmigt, sagte Reinckens. Eine Bürgerin warnte: „Für alte Leute wird es ohne diese Hilfen schwierig, die Fahrbahn sicher zu überqueren.“

Ein Knackpunkt ist die Umleitung des Busverkehrs. Die Busse fahren während der Bauphase durch die Barsinghäuser Straße - wie schon beim ersten Bauabschnitt. Gute Erfahrungen haben die Anwohner damit nicht gemacht. Eng und gefährlich sei es gewesen. Dieses Mal glaubt die Stadt, besser vorbereitet zu sein. Es wird halbseitig ein Parkverbot eingerichtet.

Anfang Juli wird der Kiosk an der Nordstraße abgerissen. Schweres Gerät wird nötig sein, um den massiven Betonbau zu beseitigen. Reinckens rechnet mit drei Tagen Staub und Lärm - dann sei alles vorbei.

Dirk Wirausky 11.06.2014
Dirk Wirausky 10.06.2014
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