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Umland Gehrden Nachrichten Tausende Fische sind verendet
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19:23 08.07.2012
Foto: Helfer bergen einen toten Karpfen aus dem Wasser.
Helfer bergen einen toten Karpfen aus dem Wasser. Quelle: Bernhard Herrmann
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Gehrden

Die Angler-Gemeinschaft Makrele hatte sowohl am Sonnabend und als auch am Sonntag die Ortsfeuerwehr Gehrden um Hilfe gerufen, weil Tausende tote Fische an der Oberfläche des Regenrückhaltebeckens an der Nordstraße schwammen. Die Angler hatten bei den täglichen Wasserkontrollen festgestellt, dass der Sauerstoffgehalt im stehenden Gewässer zu niedrig und der Ammoniakanteil erhöht war.

Um das Gewässer wieder mit Sauerstoff anzureichern, bauten acht Helfer am Ufer eine Tragkraftspritze auf, saugten Wasser aus dem Teich an und pumpten es über fünf Strahlrohre mit 1500 Liter pro Minute etwa zwei Stunden lang in das Becken zurück. Laut Ortsbrandmeister Peter-Albert Fricke wurden so an zwei Tagen insgesamt rund 250.000 Liter Wasser im Regenrückhaltebecken umgewälzt.

14 Mitglieder der Angler-Gemeinschaft fischten etwa 8000 tote Tiere aus dem Wasser und legten die Kadaver in eine mit einem Kleinbagger ausgehobene Grube.

In dem stehenden Gewässer befanden sich laut dem Vorsitzenden der Angler-Gemeinschaft Makrele, Adalbert Hauschild, etwa 10.000 Fische: Karpfen, Schleien, Barsche, Hechte, Rotaugen und Rotfedern. Als Ursache für das Fischsterben kommen laut Hauschild neben fehlendem Sauerstoffgehalt im Wasser auch Düngerrückstände infrage. Sie könnten von Feldern über den Zulauf vom Spehrmühlenbach ins Wasser gelangt sein. Eine genaue Untersuchung wird am Montag veranlasst. Auch die Testergebnisse zum Fischsterben in Ronnenberg in der vergangenen Woche stehen noch aus.

Bernhard Herrmann