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Umland Gehrden Nachrichten Weniger Unfälle – mehr Todesopfer
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00:44 25.03.2018
Der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Oliver Müller (links), und der Leiter des Polizeikommissariats Ronnenberg, Christoph Badenhop präsentieren die Gesamtzahlen der Verkehrsunfälle. Quelle: Foto: Rodriguez
Ronnenberg/Gehrden/Wennigsen/Hemmingen

In den Kommunen Ronnenberg, Hemmingen, Gehrden und Wennigsen ist im vergangenen Jahr die Anzahl der Verkehrsunfälle leicht gesunken. Das geht aus der neuesten Statistik hervor, die das Polizeikommissariat (PK) Ronnenberg jetzt vorgestellt hat. Demnach gab es im Zuständigkeitsbereich auch einen Rückgang der verletzten Verkehrsteilnehmer. Ein erfreulicher Abwärtstrend ist zudem bei den Standorten zu verzeichnen, an denen sich in der Vergangenheit besonders häufig Unfälle ereignet hatten: Nur noch in Ronnenberg kommt es an der Kreuzung Ihmer Tor zu vielen Zwischenfälle – in Hemmingen gibt es keine sogenannte Unfallhäufungsstelle mehr.

Die schlechte Nachricht nannte der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Oliver Müller, gleich zu Beginn: „Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Todesopfern ist gestiegen. Ums Leben kamen sechs Menschen – zwei mehr als 2016“, sagte Müller. Eine Ursache für den Anstieg habe sich nicht finden lassen. „Es waren sechs verschiedene Gründe: nicht angepasste Geschwindigkeit bei Glätte, Ablenkung, eine Radfahrerin wurde beim Abbiegen übersehen, ein Mountainbiker ist gestürzt, ein Fahrfehler – und ein Senior hatte versucht, auf der Bundesstraße zu wenden“, sagte Müller.

Unauffällig ist die Gesamtstatistik. Die Zahl der Unfälle ist von 1503 auf 1480 gesunken, die Zahl der Unfälle mit Verletzten von 222 auf 214. Innerhalb geschlossener Ortschaften ereigneten sich 1145 Zwischenfälle, 820 von den 1480 Ereignissen waren laut PK-Leiter Christoph Badenhop leichte Unfälle mit eindeutiger Schuldfrage und weiterhin fahrfähigen Autos.

Die häufigsten Unfallursachen liegen nach Einschätzung der Polizei weitgehend im Dunkeln: 79,92 Prozent der Gründe lassen sich nicht eindeutig zuordnen. „Das ist der Fall, wenn möglicherweise, aber nicht nachweisbar, ein Handy den Fahrer abgelenkt hat“, sagte Müller.  Nachweislich seien dagegen 7,91 Prozent aller Unfälle durch Vorfahrtsmissachtungen verursacht worden, 6,22 Prozent durch Abbiegefehler, 5,95 Prozent durch Tempoverstöße.

Größte Risikogruppe sind laut jüngster Statistik Senioren ab einem Alter von 65 Jahren. Von insgesamt 264 verletzten Personen – im Vorjahr waren es noch 285 – gehörten 39 dieser Gruppe an. Auch vier der sechs Todesopfer waren Senioren. Weitere Zahlen: In 82 Unfälle waren Radfahrer verwickelt, 384-mal kam es zu einer Unfallflucht, 159 Fälle wurden aufgeklärt.

Erfreulich: Drei der Unfallhäufungsstellen an Kreuzungen entlang der Bundesstraße 3 in Hemmingen sind nun keine mehr. Auf der L 390 zwischen Redderse und Leveste wurde mit einem Tempolimit die Situation entschärft. Die Voraussetzung für einen Unfallhäufungspunkt – fünf Unfälle gleichen Typs in einem Jahr – erfüllt nun die Kreuzung Ihmer Tor in Ronnenberg. Dort kam es unter anderem fünfmal zu seitlichen Kollisionen von Außenspiegeln, weil Autofahrer aus Ihme-Roloven kommend auf den beiden schmalen Fahrspuren für Linksabbieger und in Richtung Ortskern den Seitenabstand falsch eingeschätzt hatten.

Einzige Unfallhäufungsstelle: An der Kreuzung Ihmer Tor in Ronnenberg kommt es regelmäßig zu Unfällen im Längsverkehr, weil Linksabbieger aus Ihme-Roloven kommend auf der schmalen Spur in Richtung Weetzen seitlich Autos beschädigen, die geradeaus fahren oder nach rechts abbiegen wollen. Quelle: Ingo Rodriguez

Pläne der Polizei: Fortsetzung aller Präventionsprojekte und regelmäßige Überwachung in Sachen Tempo, Handys, Alkohol und Drogen, aber auch Kontrollen von sogenannten Elterntaxis vor Grundschulen.

Von Ingo Rodriguez

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