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Umland Gehrden Nachrichten Erheblicher Geburtenanstieg im Klinikum
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00:15 27.10.2016
Von Ingo Rodriguez
Hebamme Claudia Kramer führt eine Besuchergruppe am Tag der offenen Tür durch die Kreißsäle und Wehenzimmer. In einem Nachbarraum zeigt sie die Wanne für Unterwassergeburten (siehe Bildergalerie). Im Eingangsbereich (siehe Bildergalerie) der Geburtsklinik werden die Besucherinnen vom Personal jeweils mit einer roten Rose empfangen. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Seit mehr als zehn Jahren schon bietet die Gehrdener Geburtsklinik werdenden Eltern an, sich über die Möglichkeiten, die Atmosphäre und die verschiedenen Angebote rund um eine Niederkunft im Klinikum Robert Koch zu informieren. „Es geht darum, den Frauen die Angst vor einer Geburt und den damit verbunden Schmerzen zu nehmen“, sagte Oberärztin Barbara Gerstenberger. Sie hatte sich mit mehreren Mitarbeitern im Eingangsbereich der Geburtsklinik postiert, um ankommende Besucher zu empfangen und werdende Mütter mit einer roten Rose zu begrüßen.

Um Werbung für den Standort Gehrden geht es beim Tag der offenen Tür inzwischen aber offenbar nicht mehr. „Wegen des Mangels an Geburtskliniken in der Region Hannover braucht zurzeit kein Kreißsaal Werbung“, versicherte Gerstenberger. Durch die Schließungen der Entbindungseinrichtungen im Nordstadtkrankenhaus Hannover und in der Paracelsus-Klinik Langenhagen sei vielmehr in allen Geburtskliniken ein erheblicher Anstieg zu erwarten. „Durch die beiden Schließungen müssen etwa 1800 Geburten pro Jahr auf andere Standorte verteilt werden“, sagte Gerstenberger.

In Gehrden habe sich die Entwicklung bereits bemerkbar gemacht. In den Vorjahren seien durchschnittlich rund 900 Geburten im Klinikum verzeichnet worden. „In diesem Jahr hatten wir kürzlich schon die 1000. Geburt, künftig ist mit bis 1200 pro Jahr zu rechnen“, sagte Gerstenberger.

Offensichtlich ist aber nicht nur ein Mangel an Alternativen Grund für den Anstieg. „Die Gehrdener Klinik war schon 2010 unsere erste Wahl. In Kürze werde ich mein drittes Kind in Gehrden zur Welt bringen“, berichtete eine Frau aus Wunstorf. Für sie sei – außer der Kompetenz des Personals – vor allem die sehr „menschliche Betreuung“ in Gehrden ein wichtiger Aspekt. „Heutzutage wird oft ein richtiger Hype um Geburten gemacht, da geht viel Natürlichkeit verloren“, sagte sie. In Gehrden dagegen schätze sie die Atmosphäre.

Trotzdem stand beim Informationstag für viele werdende Eltern auch eine Begutachtung der Angebote im Vordergrund. Auf dem Programm standen deshalb Führungen durch die Kreißsäle und Wehenzimmer, Vorführungen der Geburtswanne und Vorträge über hebammengeleitete Geburten. Viele Besucherinnen erkundigten sich laut Klinikum auch über Schmerzlinderung – unter anderem mithilfe von Entspannungstechniken. „Statistisch gesehen bekommt jede deutsche Frau im Leben durchschnittlich 1,3 Kinder. Rund 60 Prozent der werdenden Mütter entscheiden sich bei der ersten Geburt für eine Rückenmarksnarkose“, berichtete Gerstenberger.

Fotostrecke Gehrden: Erheblicher Geburtenanstieg im Klinikum

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