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Gehrden Feuerwehrfrauen sind seit Siebzigerjahren im Einsatz
Umland Gehrden Feuerwehrfrauen sind seit Siebzigerjahren im Einsatz
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00:18 17.10.2018
Seit den Siebzigerjahren einsatzbereit: Die Frauengruppe der Ortsfeuerwehr Northen feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Quelle: Ingo Rodriguez
Northen

Es war im Jahr 1978, als es eine Gesetzesänderung auch Frauen zum ersten Mal ermöglichte, in einer Freiwilligen Feuerwehr am aktiven Dienst teilzunehmen. In Northen wollten neun Dorfbewohnerinnen damals offenbar keine Zeit verlieren. „Am 7. Oktober 1978 traten neun Frauen aus dem Dorf in einer Dienstbesprechung in die Ortsfeuerwehr ein“ – mit diesen Worten hat die amtierende Gruppenführerin der weiblichen Einsatzgruppe, Silvia Volker, am Sonnabendabend den Startschuss für eine zünftige Siebzigerjahreparty gegeben. Um mit einigen der Mitbegründerinnen sowie mit den derzeit aktiven Feuerwehrfrauen und zahlreichen Mitgliedern der Ortsfeuerwehr das 40-jährige Bestehen der Damengruppe zu feiern, waren insgesamt 120 Besucher zum Gerätehaus gekommen. Dort hatten die Feuerwehrfrauen ein großes Festzelt aufgebaut. „Wir mussten groß auffahren, sonst hätte der Platz nicht gereicht“, sagte die stellvertretende Gruppenführerin Susanne Meier-Wiets kurz vor dem Auftakt.

Die Ortsfeuerwehr Northen hat das 40-jährige Bestehen der weiblichen Einsatzgruppe gefeiert – mit Gründungsmitgliedern und aktiven Rettungskräften.

Anlässlich der turbulenten Partyzeiten im Gründungsjahr hatten die Frauen eine kleine Reise in die Vergangenheit organisiert – und die Besucher um eine entsprechende Kostümierung gebeten. Als Gruppenchefin Volker in ihrer Begrüßung auf die Anfänge der Feuerwehrfrauen in Northen zurückblickte, saßen etliche Mitglieder in schrill glitzernden Hemden, mit angeklebten Haarteilen, bunten Armstulpen und Stirnbändern auf den Bänken. Eine Besonderheit: Von den einst neun Gründungsmitgliedern waren fünf Frauen aus der ersten Stunde auch zu dem Festakt gekommen. „Und zwei von ihnen sind noch dabei: Angela Volker und Carola Ehlert, die auch beide schon ihre Töchter integriert haben“, sagte die Gruppenführerin. Sie bat gleich zum Auftakt auch einen ihrer Vorgänger in die Zeltmitte: Hans-Hermann Meier. „Wenn er sich damals nicht bereit erklärt hätte, die neue Damengruppe zu übernehmen, würden wir nicht das 40-jährige Bestehen feiern“, sagte Volker unter donnerndem Applaus im Festzelt.

Volker blickte zurück auf die Entwicklung und zeichnete einen beschwerlichen Weg nach: „Erst wollte niemand Frauen in der Feuerwehr haben, heute sind wir nicht mehr wegzudenken“, sagte die Gruppenführerin der zurzeit 22-köpfigen Frauengruppe. „Wir sind keine Hausfrauentruppe, sondern besuchen die gleichen Lehrgänge und übernehmen im Einsatz die gleichen Aufgaben wie alle Feuerwehrmänner“, betonte Volker. Zwar seien bei Einsätzen die Gruppen gemischt. Dennoch sei es regionsweit einzigartig, dass Frauen in einer eigenen Gruppe organisiert seien. Auch zahlenmäßig sei die Gruppe eine Besonderheit. Bei einem Wettbewerb des Feuerwehrmagazins habe die Frauengruppe im vergangenen Jahr mit ihrer Geschlechterquote in der Einsatzabteilung bundesweit den sechsten Platz belegt.

Nach dem Rückblick startete dann eine heiße Partynacht. Und auch ihre weiblichen Qualitäten als kulinarische Schöpferinnen hatten die Gastgeberinnen mit in die Organisation eingebracht – und das Dessert sowie eine zünftige Bowle selbst zubereitet.

Von Ingo Rodriguez

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