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Gehrden Wesche und Willner sind seit 70 Jahren in der Feuerwehr
Umland Gehrden Wesche und Willner sind seit 70 Jahren in der Feuerwehr
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12:04 03.02.2019
Iris Behlau (von links), Erhard Kitta sowie Friedrich Willner und Karl Wesche werden für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Quelle: Ingo Rodriguez
Northen

Auszeichnungen mit Seltenheitswert: Die beiden Hauptfeuerwehrmänner Karl Wesche und Friedrich Willner sind in der Jahresversammlung der Ortsfeuerwehr Northen für 70-jährige Mitgliedschaft geehrt worden. Es ging ein respektvolles Raunen durch den Saal der Bergschänke Kreitz, als Brandschutzabschnittsleiter Eberhard Schmidt den beiden inzwischen passiven Mitgliedern ihre Urkunden überreichte. Es war Wesche, der danach an die Anfänge erinnerte. Er sei 1948 nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Kriegsgefangenschaft in Russland gekommen und dann gleich in die Feuerwehr eingetreten. „Damals gab es noch keine Uniformen. Die Schutzhosen mussten wir uns selbst kaufen“, erzählte der rüstige Senior. Damals sei noch eine Motorspritze mit einem Trecker zu den Einsatzorten transportiert worden, sagte Wesche und schmunzelte.

Die in Northen besonders ausgeprägte Treue zur Feuerwehr konnte Ortsbrandmeister Hartmut Volker in seinem Jahresbericht auch mit Zahlen untermauern. Insgesamt gehören in dem kleinen Dorf genau 259 Mitglieder zur Feuerwehr – und damit eins mehr als im Vorjahr. Zur Einsatzabteilung zählen 65 Rettungskräfte. Die 23 Frauen sind im Durchschnitt 35,3 Jahre alt, die 42 Männer kommen auf ein Durchschnittsalter von 37,1 Jahren. Dazu kommen in Lenthe noch 23 passive Mitglieder, 141 Förderer sowie insgesamt 30 Kinder und Jugendliche in den Nachwuchsabteilungen.

Volker berichtete von insgesamt sieben Einsätzen aus dem vergangenen Jahr – darunter vier Brände. Mit Vorfreude sehen die Einsatzkräfte der Anlieferung von zwei neuen Fahrzeugen entgegen. Laut Ortsbrandmeister soll das neue Löschfahrzeug im zweiten Quartal des Jahres in den Dienst gestellt werden. Ein alter Schlauchanhänger soll durch ein neues Mehrzweckfahrzeug ersetzt werden, in dem künftig auch Schlauchmaterial sowie bis zu neun Feuerwehrleute zu den Einsätzen gebracht werden. Dieses zweite Fahrzeug soll nach Angaben von Volker ebenfalls schon in diesem Jahr zur Beschaffung ausgeschrieben und bestellt werden.

Einen Ersatz muss sich das Ortskommando aber auch für den Ortsbrandmeister Volker suchen. Der 30-Jährige bestätigte in der Versammlung noch einmal seinen bereits bekannten Entschluss, im September mit dem Ende seiner sechsjährigen Amtszeit aus beruflichen Gründen auf eine erneute Kandidatur zu verzichten. Volker war 2012 zunächst zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt worden. Als der damalige Kommandochef von Northen, der inzwischen verstorbene Frank Oberheide, 2013 seinen neue Posten als Stadtbrandmeister angetreten hatte, war Volker neuer Ortsbrandmeister von Northen geworden. Seiner ersten Amtsperiode soll nun vorerst keine zweite folgen.

Gerda Meier und Ortsbürgermeister Friedhelm Meier sind seit 40 Jahren Fördermitglieder. Quelle: Ingo Rodriguez

Im Amt bleiben jedoch die einstimmig wiedergewählten Kassierer Friedrich Volker und Damengruppenführerin Silvia Volker. Verena Rothenburger wurde zur neuen Sicherheitsbeauftragten ernannt.

In der Versammlung wurden Carola Ehlert und Angela Volker für 40-jährige Verdienste in der Einsatzabteilung geehrt. Michael Wille ist seit 25 Jahren aktiv dabei. Hauptfeuerwehrmann Erhard Kitta erhielt eine Urkunde für 50-jährige Passivmitgliedschaft. Hauptfeuerwehrfrau Iris Behlau ist ebenfalls inzwischen passives Mitglied und seit 40 Jahren in der Feuerwehr. Gerda Meier und Ortsbürgermeister Friedhelm Meier sind jeweils seit 40 Jahren Fördermitglieder.

Ortsbrandmeister Hartmut Volker (links) und Brandschutzabschnittsleiter Eberhard Schmidt (rechts) zeichnen Carola Ehlert (Zweite von links), Angela Volker und Michael Wille für langjährige Mitarbeit in der Einsatzabteilung aus. Quelle: Ingo Rodriguez

Zum Abschluss der Versammlung wurden insgesamt 16 Einsatzkräfte in einen höheren Dienstgrad befördert.

Die beförderten Einsatzkräfte freuen sich über ihre Ernennungen. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez

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