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Gehrden Steinweg: Bürgerinitiative kämpft für maximale Gebäudehöhe von elf Metern
Umland Gehrden

Steinweg in Gehrden: Bürgerinitiative kämpft für maximale Gebäudehöhe von elf Metern

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18:06 04.08.2019
Der Bürgerinitiave informiert im Gemeindesaal. Edmund Jansen (links) und Hartmut Weimar zeigen den Zuhörern eine Präsentation. Quelle: Stephan Hartung
Gehrden

Mit solch einem Ansturm hatte die Bürgerinitiative (BI) „Wir in Gehrden“ nicht gerechnet. „Wir sind wirklich überrascht“, sagte Edmund Jansen und blickte sich kurz im Gemeindesaal der Margarethenkirche um – zwischenzeitlich schien die Anzahl der Stühle nicht auszureichen. Erst mit ein wenig Verzögerung konnten Jansen und seine BI-Mitstreiter, Hartmut Weimar und Eva Ehrenberg-John, mit dem Informationsabend loslegen. Schließlich waren es 75 interessierte Bürger, die sich auf den aktuellen Stand bezüglich der Nachnutzung des sogenannten Bratsch-Hauses in der Gehrdener Innenstadt bringen wollten.

Der BI geht es darum, dass ein Neubau des Gebäudes am Steinweg 24 eine Höhe von maximal elf Metern haben darf – und nicht bis zu 13,50 Meter wie im Bebauungsplan vorgesehen, gegen den die BI Einspruch einlegen will. Dies ist vom 12. August bis 9. September im Rathaus möglich, wo der Ursprungsplan, der bereits auf Wunsch der BI geändert, wurde unter dem Titel „Bebauungsplan Nummer 52 Alt-Gehrden Markt“ zu den üblichen Besuchszeiten öffentlich ausliegt.

Was möchte die Kirche?

Mit einer Präsentation sowie mit Fotos und Modellen zeigten die BI-Vertreter dem Publikum, wie sich der Charakter des Marktplatzes verändern würde, sollte das Gebäude entsprechend der Planung realisiert werden – welche Bäume erhalten blieben oder gefährdet wären, wie eng die Zufahrten für die Feuerwehren werden würden und welche Initiative man sich vonseiten des Denkmalschutzes wünscht. Es folgte eine offene Fragerunde.

Immer wieder wurde in der ganzen Thematik seit Wochen und Monaten die Rolle der Kirche diskutiert. Was möchte die Kirche, was nicht? Bislang gab es dazu viel Raum für Spekulationen. Bei der Versammlung gehörte auch Gerd-Peter Zaake zu den Zuhörern. Das Mitglied des Kirchenvorstands erklärte, „dass auch wir Einspruch gegen die Höhe einlegen, da sind wir in Gesprächen mit der Stadt“. Zaake betonte, der Kirchenvorstand habe bereits 2015 sein Einverständnis erklärt, „dass da etwas hingebaut wird, jedoch ist die Kirche das Solitär auf dem Marktplatz, und das soll auch so bleiben.“ Am 16. August trifft sich der Kirchenvorstand zu einer Sitzung, danach werde es eine offizielle Erklärung geben, sagte Zaake.

Mehr Druck auf die Ausschüsse ausüben

Immer wieder hatte die BI kritisiert, dass sich die Kommunalpolitiker nur wenig für ihr Anliegen interessieren würden. Immerhin: Bei der Versammlung am Freitagabend waren gleich mehrere Ratsmitglieder anwesend. Weimar appellierte, dass in der Kommunalpolitik mehr Beteiligung aus den eigenen Reihen notwendig sei. „Wir müssen mit mehr Leuten zu den Ausschüssen gehen. Nur so können wir Druck ausüben. Wenn es immer nur wenige und vor allem die gleichen Personen sind, dann denken die Politiker, dass sie alles richtig machen“, sagte Weimar. „Wir werden zumindest auch weiterhin auf dem Marktplatz stehen und die Bürger informieren“, sagte Weimar. Zum Abschluss der rund zweistündigen Versammlung sprach er die Empfehlung aus, „dass jede Person einen individuellen Brief als Einspruch an die Stadt schicken sollte“.

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Eigentümerin des Bratsch-Hauses gibt nach: Marktplatz wird nicht kleiner

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Von Stephan Hartung

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