Corona in Hemmingen: Lollipop-Schnelltest für Kinder in Kitas bestellt
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Hemmingen Stadt will Lollitests für Kita-Kinder bereitstellen
Umland Hemmingen

Corona in Hemmingen: Lollipop-Schnelltest für Kinder in Kitas bestellt

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14:30 19.05.2021
Das ist der Lollitest: Der Lolli selbst sieht aus wie ein langes Wattestäbchen.
Das ist der Lollitest: Der Lolli selbst sieht aus wie ein langes Wattestäbchen. Quelle: Stephan Hartung
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Hemmingen

Voraussichtlich ab Ende nächster Woche soll es in den Hemminger Krippen, Kindergärten und bei der Tagespflege Corona-Schnelltests für Kinder geben, die sogenannten Lollipop-Tests. Das kündigt Bürgermeister Claus Schacht (SPD) an. Die Stadt werde voraussichtlich noch am Mittwoch zunächst 5000 Lollitests bestellen, die bei zwei Tests pro Woche und Kind für etwa drei Wochen reichen sollen.

 Der Lolli ist kein solcher, sondern ähnelt einem Wattestäbchen, auf dem die Kinder etwa zehn bis 15 Sekunden lang lutschen müssen. Ein Tupfer nimmt die Speichelflüssigkeit auf. Danach wird das Stäbchen mittels einer Testlösung aufbereitet – nach etwa 15 Minuten steht das Ergebnis fest. Der Vorteil: Diese Variante ist für Kinder weniger unangenehm als der Abstrich über die Nase oder den Rachen.

Lollitests in Kitas

Details für Hemmingen seien noch zu klären, betont Schacht. Der Bürgermeister erläutert, die Stadt bestelle die Tests nicht nur für ihre eigenen Einrichtungen, sondern auch für jene von freien Trägern. Die Stadt übernehme die Kosten zunächst selbst, um schneller an die Tests zu gelangen, und müsse, weil es dafür keinen Posten im laufenden Haushalt gibt, das Geld überplanmäßig bereitstellen. Sie rechne aber damit, dass das Land die Kosten später erstattet. Die genaue Summe konnte Schacht noch nicht nennen, da die Bestellung ausstand.

Wie handeln andere Kommunen in der Region Hannover? Ronnenberg hat für alle Einrichtungen zur Kinderbetreuung insgesamt 4800 Schnelltests beschafft – Kosten: etwa 3,80 Euro pro Stück. Auf freiwilliger Basis sollen die Eltern ihre Kinder zweimal pro Woche testen können. Garbsen hat 9000 Lollitests an die Kindergärten verteilt. Die Einrichtungen haben diese nun an die Eltern weitergegeben. Wunstorf will auch nicht bis August warten und daher jetzt bestellen.

Von Andreas Zimmer