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Hemmingen Deveser sind von Weltreise zurück
Umland Hemmingen Deveser sind von Weltreise zurück
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00:17 18.07.2018
Der Fuji ist ein Vulkan und der höchste Berg Japans. Quelle: Deveser Fotografen
Devese

Wenn sie reisen, besteht ihr Handgepäck aus viel Technik: zwei Kameras, diverse Objektive, ein Copter, eine Action-Camera, mehrere Ladegeräte, zwei Festplatten und ein Notebook. Die jüngste Weltreise hat das Equipment gut überstanden. Das Ehepaar Rita (59) und Harald Schneider (78), auch als Deveser Fotografen und für ihre Multivisionsschauen bekannt, ist wieder zu Hause. Drei Monate waren sie unterwegs, unter anderem in Japan, im Südpazifik, in Kalifornien und zum Abschluss in London. Die Flüge wurden von einem Reisebüro gebucht. Den Rest hat das Ehepaar selbst organisiert, wobei die ersten Vorbereitungen ein Jahr zurückliegen.

Beschreiben Sie Ihre Reise mal in einem Wort.

Harald Schneider (H): Super. Was es zu sehen gab, war grandios. Auch die Flüge und Unterkünfte waren gut.

Keine Ausfälle? Und die Koffer lagen immer auf dem Gepäckband?

H: Ein Flug hatte sich um 1,5 Stunden verschoben. Sonst war alles ok. Es ist erfreulicherweise auch keiner von uns beiden krank geworden.

Rita Schneider (R): Es war entspannend. Wir hatten Zeit und konnten uns dem jeweiligen Rhythmus im Land anpassen.

Ihre Reiseroute ist beeindruckend. Gab es etwas, was Ihnen ganz besonders gefallen hat?

H: Als wir in der Südsee 13 Tage mit dem Frachtschiff Aranui 5 zu den weit abgelegenen Inselwelt der Marquesas fuhren, dort hatten wir eine Balkonkabine, und als es dann in der Abendsonne an den Inseln vorbeiging, das war wunderschön.

R: Ja, überhaupt die Kombi auf dem Schiff war toll - im vorderen Teil die Fracht, hinten die Passagiere. Es herrschte eine familiäre Atmosphäre auf dem Schiff, auf dem nur etwa 180 Passagiere waren. Abends lernt man dann die Besatzung näher kennen und hört Angestellten beim Ukulelespiel zu.

Was hat Ihnen weniger gut gefallen?

R: Die Esskultur in Amerika ist gewöhnungsbedürftig. Ein Beispiel: In einem Hotel in Kalifornien bestand das komplette Frühstücksbüfett aus Plastik - von Tellern über Besteck bis hin zu eingeschweißten Brötchen.

Hatten Sie mal das Gefühl, dass Sie sich zu viel zugemutet haben?

R: Das nicht, aber in Tokio mussten wir uns erst mal orientieren und sind deswegen mit dem Taxi von der U-Bahn-Station zum Hotel gefahren, obwohl es gar nicht so weit entfernt war. Aber wir sind in Deutschland Öffi-Legastheniker. Mit besonderem Risiko bleibt der Flug in Vanuata im Südpazifik in Erinnerung.

Warum?

R: Ein kleiner Flieger mit Pilot und acht Passagieren sollte uns zur Insel Pentecost bringen. Der Pilot setze zum Abheben an, stoppte plötzlich und fuhr wieder zurück. Die Bremsen links würden nicht funktionieren, erklärte er. Wir sehen nach dem Aussteigen, dass am linken Rad Bremsflüssigkeit ausläuft. Nach einer halben Stunde sagte er, wir könnten einsteigen. Eine geplante Zwischenlandung entfalle, weil die dortige Graspiste zu kurz sei. Aber für die Piste in der Hauptstadt Port Vila sei das ok. Da fliegt man schon mit einem mulmigen Gefühl. Wir waren froh, als wir wieder Boden unter den Füßen hatten.

Wie haben Sie sich auf der gesamten Reise verständigt?

H: Mit Englisch. Dort, wo keines gesprochen wurde, gab es zumindest jemanden in der Nähe, der Englisch konnte.

Wo war es am heißesten und wo am kältesten?

R: An der kalifornischen Küste weht schon ein kalter Wind. 15 Grad waren es dort. In Samoa zeigte das Thermometer 32 Grad – und das bei 80 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Die höchste Stelle, zu der Sie gereist sind, …

H: ...war am Vulkan auf der Insel Tanna, der seit mindestens 800 Jahren permanent Lava in die Luft schleudert und damit als der aktivste Vulkan der Erde gilt. Wir konnten in ihn hineingucken. Dieses Donnern und Grummeln. Ein gewaltiges Spektakel.

Und die tiefste Stelle?

H: In einer U-Bahn-Station in Tokio, 42 Meter unter der Erde.

Wo war es am lautesten, wo am leisesten?

H: In Tokio war es schon sehr laut. Und leise? Lassen Sie mich überlegen. An den Marquesas-Inseln. Da fährt vielleicht mal ein Auto, aber das war es dann auch schon.

Nehmen wir mal an, Sie hätten genügend Zeit und Geld. Gibt es eine Stelle, an der Sie dauerhaft, vielleicht für Ihr Leben, bleiben würden?

R: Oh nein, dafür sind wir zu umtriebig und kehren gern nach Devese zurück.

Haben Sie unterwegs jemanden aus der Heimat getroffen?

H: Nein. Aber wir haben übers Internet – das hatten wir bei der ersten Weltreise Mitte der neunziger Jahre nicht – das Geschehen in Hemmingen und im Rest der Welt verfolgt. Am wichtigsten war aber, dass mit unserem Haus alles ok ist, auf das einige aufgepasst haben, und dass alle gesund sind.

R: Im Laufe der Wochen bekommt man eine Distanz zu den Dingen und fragt sich manchmal: Warum regen die sich in Deutschland gerade so sehr über dieses und jenes auf? Diese Distanz wirkt jetzt noch nach. Das ist schön. Und wir haben während der Reise wenig ferngesehen und mehr gelesen. Das sollten wir beibehalten.

Welche Station dieser Reise möchten Sie noch einmal länger erleben?

H: Japan. Die zwei Wochen dort gingen schnell vorbei.

R: Und London. Dort waren wir wegen des Jetlags, wir kamen frisch aus Amerika, noch ziemlich müde.

Und nun wird ihr Material gesichtet?

H: Wir sind schon dabei. Zehntausende Fotos sind zusammengekommen, um die sich meine Frau kümmert. Ich kümmere mich um die Videos. Die Festplatte mit 1,3 TB war voll. Man muss aber bedenken, dass wir 4K-Videos machen, also in hoher Auflösung. Da kommt schon eine enorme Datenmenge zusammen.

Wann wird die erste Multivisionsschau von der Reise fertig sein und zu welchem Thema?

R: „Mit dem Frachtschiff unterwegs in der Südsee“. Fotos, Videos, Musik, Texte für den Livekommentar – das dauert noch ein wenig. Wenn alles klappt, voraussichtlich Anfang 2019.

Von Andreas Zimmer

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