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Hemmingen Gerätehaus Arnum: Der Grundstein ist gelegt
Umland Hemmingen Gerätehaus Arnum: Der Grundstein ist gelegt
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00:19 12.08.2018
Bringen die Zeitkapsel gemeinsam in die Erde: Bürgermeister Claus Schacht (von links), der stellvertretende Ortsbrandmeister Marcus Obst, Ortsbrandmeister Frank Boßdorf, Bauunternehmer Daniel Keding und Architekt Herwig Krause. Quelle: Tobias Lehmann
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Arnum

 Das hatte auch Claus Schacht in seinen 21 Jahren als Bürgermeister der Stadt Hemmingen noch nie gemacht: „Es ist das erste Mal, dass ich bei der Grundsteinlegung eines neuen Feuerwehrgerätehauses dabei bin. Ich bin ein wenig nervös.“ Das sagte er am Mittwochabend zu den rund 70 Feuerwehrmitgliedern, Ratsmitgliedern und Gästen auf dem Hof der Feuerwehr an der Kirchstraße in Arnum. Gemeinsam mit Ortsbrandmeister Frank Boßdorf, dessen Stellvertreter Marcus Obst, dem Bauunternehmer Daniel Keding und Architekt Herwig Krause brachte er eine Zeitkapsel mit einer Tageszeitung, einer Münze und einer Aufnahme von allen derzeitigen aktiven Mitgliedern der Feuerwehr in die Erde.

Die Baustelle für das 3,2 Millionen-Euro-Projekt wurde bereits vor einigen Wochen eingerichtet. Doch viel zu sehen, gibt es noch nicht. „Bevor wir sichtbar in die Höhe bauen, müssen wir erstmal graben“, sagte Keding. Er freue sich, dass er mit seinem regionalen Bauunternehmen aus Lehrte den Zuschlag bei der Ausschreibung bekommen habe.

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Das Projekt hat bereits eine längere Geschichte. „Im Jahr 2012 haben wir erstmals geäußert, dass die Feuerwehr Arnum möglicherweise etwas mehr Platz braucht“, sagte Boßdorf. Die politischen Diskussionen begannen 2014. Zunächst wurde mit einer Erweiterung des in den siebziger Jahren gebauten und noch bestehenden Hauses geplant. Doch die Feuerwehrunfallkasse lehnte die Entwürfe im September 2015 ab, da die Stellplätze für die Fahrzeuge zu klein seien. „Da mussten alle Ratsmitglieder erstmal schlucken“, sagte Schacht. Doch es habe keine Alternative gegeben. Schließlich stimmte der Rat für einen Neubau auf dem bisherigen Gelände der Feuerwehr für rund 3,2 Millionen Euro.

Die Mitglieder der Arnumer Feuerwehr sind zur Grundsteinlegung des neuen Gerätehauses alle dabei. Quelle: Tobias Lehmann

Fachbereichsleiter Sven Bertram erläuterte, dass zwei Bauabschnitte geplant sind. Zunächst wird die neue Fahrzeughalle auf dem freien Feld neben der bisherigen Fahrzeughalle gebaut. Diese wird fünf große Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge bieten und soll bis April 2019 fertig sein. Anschließend zieht die Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen in die neue Halle und die alte wird abgerissen. An der Stelle entsteht dann ab August ein zweites Gebäude mit Schulungs- und Büroräumen. Zudem wird die Außenanlage mit getrennten sogenannten Alarmzufahrten neu gestaltet. In dem alten Gebäude gab es noch keine getrennten Umkleiden und Sanitärbereiche. In der aktiven Arnumer Feuerwehr gibt es zurzeit rund 70 männliche und 20 weibliche Mitglieder der Feuerwehr. Das gesamte Projekt soll im Frühjahr 2020 fertig sein. Das vom Förderverein auf dem Gelände gebaute Haus für die Kinder- und Jugendfeuerwehr bleibt bestehen.

So soll das neue Gerätehaus aussehen. Quelle: Stadt/SKS

Für die nächsten zwei Jahre muss die Feuerwehr auf dem Gelände allerdings etwas zusammenrücken. Boßdorf sagte, dass die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr durchgehend garantiert sei. „In einigen Belangen müssen wir etwas Kompromissbereitschaft zeigen. Doch das machen wir gern, denn wir sind in erste Linie glücklich darüber, dass wir ein neues Gerätehaus bekommen.“ Die Feuerwehr sei ebenfalls zufrieden damit, auf dem Gelände bleiben zu können. „Das ist im Herz der Stadt. Auf die grüne Wiese hätten wir nicht gewollt“, sagt Boßdorf.

So soll das neue Gerätehaus in Arnum aussehen. Stadt Gerätehaus Quelle: Stadt/SKS

 

Von Tobias Lehmann

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