Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Hemmingen Haltestelle abreißen und versetzt neu bauen
Umland Hemmingen Haltestelle abreißen und versetzt neu bauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
18:33 22.01.2019
Die Bushaltestelle vor dem Gerätehaus soll abgerissen werden. Quelle: Andreas Zimmer
Anzeige
Harkenbleck

Es klingt nach Behördenirrsinn: Die Stadt Hemmingen will eine erst vor etwa drei Jahren barrierefrei umgebaute Bushaltestelle vor dem Harkenblecker Gerätehaus abreißen und eine neue versetzt bauen. Dafür muss sie einen Zuschuss zurückzahlen, will aber für den Neubau wieder eine Förderung beantragen.

Das Vorhaben kostet mehrere zehntausend Euro, doch der geplante Umbau des Gerätehauses lasse keine andere Alternative, argumentiert der Feuerschutzausschuss, der sich am Montagabend einstimmig für diese Variante entschieden hat. Denn mit dem Abriss wäre auf dem Grundstück mehr Platz gewonnen und die bestehende Fahrzeughalle der Feuerwehr könnte abgerissen und eine neue errichtet werden. „Es ist traurig, aber unumgänglich. Wir müssen in diese saure Gurke beißen“, sagte Jens Beismann (SPD). Jeder andere Standort wäre teurer. Die Lösung habe auch andere Vorteile, zum Beispiel für den Kindergarten. Dieser nutzt ebenfalls den verwinkelten Gebäudekomplex an der Straße Hallerskamp, in dem das Gerätehaus und auch die Sporthalle untergebracht ist, und hätte dann seinen eigenen Bereich. Zurzeit nutzt die Kita einen Schulungsraum als Schlafraum.

Von der Haltestelle fährt montags bis freitags in der Zeit von 5 bis 22 Uhr stündlich ein Bus, morgens sogar mehrere innerhalb einer Stunde. Fachbereichsleiter Axel Schedler wies darauf hin, dass die Stadt den Zuschuss für den barrierefreien Umbau der Haltestelle, den sie damals von der Region Hannover bekommen habe, zurückzahlen müsse. „Für die neue Haltestelle bekommen wir aber auch wieder eine Förderung.“ Die Kosten für den Abbruch und den Bau der neuen Zufahrt beziffert die Verwaltung auf 30.000 Euro. Die Summe von 20.000 Euro müsste zurückgezahlt werden. Die neue Haltestelle würde 50.000 Euro kosten, wobei die Stadt mit einem Zuschuss von 37.500 Euro von der Region und der Landesnahverkehrsgesellschaft rechnet.

Hinzu kommen schätzungsweise 1,3 Millionen Euro für den Umbau des Gerätehauses. Der Ausschuss hat sich am Montagabend für eine der drei Varianten entschieden, die das Architekturbüro Schäfer Krause Schulz aus Hannover im November 2018 als Machbarkeitsstudie vorgestellt hatte. Damals hatte das Gremium sein Votum auf Januar 2019 vertagt. Das Gerätehaus soll 2020 umgebaut werden und voraussichtlich im Jahr 2021 fertig sein. Das letzte Wort hat der Rat, der am 21. Februar tagt.

Von Andreas Zimmer

Im Umweltausschuss wird deutlich, dass der Stopp der Windanlagen durch die Flugsicherung ein Schlag für den Klimaschutz ist. Umweltdezernentin Karrasch steht vor ihrer ersten Bewährungsprobe.

22.01.2019
Hemmingen Hemmingen-Westerfeld - Parkgebühr am Büntebad?

Viel Geld und hoher Aufwand und unterm Strich zu wenig Parkplätze: Das ist der derzeitige Stand der Diskussion um den geplanten Ausbau der Hohen Bünte. Auch eine Parkgebühr war Thema.

22.01.2019

Die zwei maskierten Männer, die am Montagmittag eine 92-Jährige in Hemmingen-Westerfeld überfallen haben, sind weiterhin flüchtig. Die Täter erbeuteten Bargeld.

22.01.2019