Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Hemmingen Gibt es bald auch feste Standorte für E-Scooter in Laatzen?
Umland Hemmingen

Gibt es bald auch feste Standorte für E-Scooter in Laatzen?

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
22:31 29.01.2020
E-Scooter sind zunehmend auch im Laatzener Stadtgebiet zu sehen – wie hier an einem Weg nahe dem Naturschutzgebiet Leinemasch. Quelle: Felix Harbart
Anzeige
Laatzen

Die App auf das Smartphone laden, Daten hinterlegen, den E-Scooter für einen Euro entsperren und zum Minutenpreis von 15 oder 20 Cent losrollen: Seit vergangenem Sommer sind die beiden Anbieter Tier und Lime mit Hunderten Elektrorollern im Stadtgebiet von Hannover präsent. Zunehmend tauchen aber auch einige der Roller in Laatzen außerhalb der sogenannten grünen Zonen auf – etwa an der Hildesheimer Straße, am Messegelände, in der Masch oder rund ums Leine-Center. Offizielles Betriebsgebiet für die E-Scooter ist Laatzen noch nicht. Das Interesse seitens der Anbieter, ihr Gebiet zu erweitern, ist allerdings grundsätzlich da.

Der Anbieter Tier ist derzeit vornehmlich in den hannoverschen Stadtbereichen Mitte, Ost- und Nordstadt sowie Linden-Limmer und Südstadt-Bult aktiv. Lime hingegen deckt einen größeren Bereich bis nach Vahrenwald, Hainholz, Ricklingen und Kleefeld ab. Seine südliche Grenze im Bereich Döhren-Wülfel verläuft in etwa zwischen der Stadtbahnhaltestelle Wiehbergstraße und der Straße Am Mittelfelde sowie dem Nordwestende des Messegeländes.

Tier stoppt an Betriebsgrenzen, Lime rollt auch weiter

Ins Umland und damit auch bis nach Laatzen fahren derzeit nur die E-Scooter des Anbieters Lime. Denn anders als der Konkurrent Tier, der das definierte Betriebsgebiet strikt einhält und seine mit GPS ausgestatteten Roller stoppen lässt, sobald diese die Grenze überschreiten, ist für die grünen Lime-Roller keine Beschränkung eingerichtet. Theoretisch könnten diese auch bis nach Sarstedt und darüber hinaus fahren und die Miete dort beendet werden, teilt das Unternehmen mit. „Die Nutzung der E-Scooter von Lime außerhalb des Stadtgebietes von Hannover ist nicht mit Extragebühren oder anderen Einschränkungen verbunden“, bestätigt Jashar Seyfi, General Manager bei Lime.

Tatsächlich stehen gerade zu Messezeiten verstärkt E-Roller nach dem Gebrauch auf Gehwegen oder anderen Flächen im Laatzener Stadtgebiet – offenbar weitestgehend korrekt und störungsfrei, denn Beschwerden sind im Rathaus nicht bekannt. Sollten die Roller nicht von Kunden nach Hannover zurückgefahren werden, sammeln Mitarbeiter die nach spätestens 50 Kilometern leer gefahrenen Roller mit Lieferwagen ein. Nach dem Aufladen werden sie dann in der dafür vorgesehenen grünen Zone zur nächsten Fahrt aufgestellt.

Aufladen nur in Hannover möglich

Feste Stationen, an denen die aufgeladenen E-Scooter ausgeliehen werden können, gibt es somit bisher nur in Hannover, nicht aber in Laatzen. Letzteres würde eine vertragliche Vereinbarung mit der Stadt voraussetzen. Das gezielten Aufstellen von E-Scootern gilt, anders als das reine Abstellen nach der Fahrt, als Sondernutzung und ist genehmigungs- und gebührenpflichtig.

Noch keine konkreten Pläne für Laatzen

„Aktuell gibt es keine konkreten Pläne, den E-Scooter-Service in der Stadt Laatzen anzubieten“, sagt Manager Seyfi. Gleichwohl könne sich das Unternehmen vorstellen, seine E-Scooter auch in der näheren Umgebung Hannovers und in Laatzen anzubieten. „Ob und wann wir wie expandieren werden, hängt von vielen Faktoren ab, und natürlich spielt für Lime die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Städten und Behörden eine große Rolle.“ Ähnlich äußert sich David Krebs als Vertreter der Anbieters Tier: „Eine Ausweitung des Angebots auf weitere Stadtgebiete ist für uns sehr gut vorstellbar.“ Grundsätzlich wolle Tier aber behutsam und organisch wachsen. Die Ausweitung des Geschäftsgebiets sei nur in Abstimmung mit der betreffenden Stadt zu vollziehen. 

Stadt Laatzen ist offen für Anfragen

Als Messestadt könne und wolle sich Laatzen vor der Entwicklung im Verkehrsangebot und konkret bei den E-Scootern nicht verschließen, sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann zu dem Thema. „Wenn jemand auf uns zukommt, sind wir für Gespräche offen.“

Lesen Sie auch

Von Astrid Köhler

Wie lässt sich Rechtsextremismus erkennen, und wie soll man handeln? In Hemmingen hat das Netzwerk für Flüchtlinge jetzt zu einem Informationsabend eingeladen. Erst im Mai 2019 hatte es einen antisemitischen Anschlag in Hemmingen gegeben.

29.01.2020

In einer Senke der B-3-Ortsumgehung sammelt sich Wasser – zu viel. Für Mittwoch war ein Expertentreffen an Ort und Stelle in Hemmingen-Arnum geplant, doch der Termin wurde verschoben. Nun soll es nächste Woche nachgeholt werden.

29.01.2020

Tagelange Sperrungen auf dem Landwehrkreisel werden ab Freitag die Verkehrsprobleme rund um Oberricklingen verstärken. Für Autofahrer drohen zwischen Hannover und Hemmingen harte Belastungen.

29.01.2020