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Hemmingen A cappella und Beatboxing ist reine Männersache
Umland Hemmingen

Hemmingen: A-capella-Quartett Männersache überzeugt iim bauhof Hemmingen

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16:04 14.10.2019
Machen auch Frauen Spaß: Diese Männersachen auf der bauhof-Bühne. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen/ Altes Dorf

Pop und Hip-Hop sowie Entertainment mit Herz und Leichtigkeit – das sind die Kennzeichen von Männersache. Mit seinem rund zweistündigen Programm hat das aus Osnabrück stammende Quartett dabei am Sonntagnachmittag im mit 100 Besuchern wieder ausverkauften Kulturzentrum bauhof in Hemmingen gezeigt, dass es A-Cappella auch jenseits vom „Kleinen grünen Kaktus“ und anderen Genreklassikern gibt. Denn der instrumentenfreie Gesang im Chor und auch einzeln kann – neudeutsch: cool und fresh – also frech und wild sein.

Mit einer ordentlichen Portion Entertainment, Liebe zum Detail und auch musikalischem Know-how hoben die vier Jungs Roland und Severin, Lucas und Nico das Thema A-Cappella auf ein modernes, zeitgemäßes Niveau.

Machen auch Frauen Spaß: Diese Männersachen auf der bauhof-Bühne. Quelle: Torsten Lippelt

Lippen, Stimmbänder und modernste Effekte

Sie machen die Musik zwar auch ausschließlich mit ihrem Mund. Aber im Zusammenspiel aus Beatboxing – bei dem mit Lippen und Stimmbändern rhythmische Geräusche und Instrumente imitiert werden – mit modernsten Effekten, wie Loop-Gesangsschleifen am Computer, hat das Männersache-Quartett in der breiten Pop- und A-Cappella-Landschaft wohl durchaus ein Alleinstellungsmerkmal. Viele Lieder aus den Bereichen Hip-Hop und Rap trugen außerdem zum modernen Zeitgeist des Konzertes bei.

Mal berührend und charmant, dann auch wieder mit fettem Vocal Pop Sound und frechen Texten brachte die Band das bauhof-Publikum schnell in Stimmung. Kleinere, von der Band geforderte Mitsing- und Tanzaktionen des Publikums gehörten da ebenso dazu, wie die zwischenzeitliche stimmliche Beteiligung der drei Besucher Karl, Marco und Sy auf der Bühne.

Auch aktuelle Chartsongs gehören dazu

Zum musikalischen Spektrum von Männersache gehören Medleys älterer deutscher Pop-Hits und so genannte Mash-Ups, bei denen mehrere Lieder kreativ singend übereinander gelegt werden. Auch aktuell oft gehörte Chartsongs wie „Human“ von Rag’n Bone Man und Seeeds „Augenbling“ gaben sie perfekt zu Gehör. Dazwischen warben die Vier mit einer Vielzahl selbst komponierter Stücke für ihre neue CD Mosaik.

Zum Ende hin gab es noch mal ein hip-hop-mäßiges Medley der 90-er Jahre, mit den Backstreet Boys und dem Eiffel 65-Hit „Blue“, Scatman Johns „I’m a Scatman“ und dem Rednex-Erfolg „Cotton-Eyed Joe“.

Und spätestens bei der zweiten Zugabe wurde auch dem letzten Zuschauer klar, dass die vier Osnabrücker Sunnyboys auch ohne Mikrofon und Verstärkeranlage beeindruckend singen können: Da füllten sie zum Abschluss akustisch ganz ohne technische Hilfe den bauhof mit dem Oasis-Hit „Don’t look Back in Anger“ – besser bekannt durch seinen gefühlvollen Refrain, der mit den Worten beginnt: „And so Sally can wait…“, auf deutsch: „Und deshalb kann Sally warten“.

Nun sind es erstmal die das Konzert heftig beklatschenden bauhof-Besucher, die auf den nächsten Besuch von Männersache in Hemmingen warten müssen.

Von Torsten Lippelt

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