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Hemmingen ADFC spricht sich für gleichberechtigten Verkehrsraum aus
Umland Hemmingen ADFC spricht sich für gleichberechtigten Verkehrsraum aus
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19:17 08.04.2019
Zurzeit ist die Durchgangsstraße in Arnum noch stark befahren. Doch das soll sich nach der Fertigstellung der B3neu ändern. Quelle: Andreas Zimmer
Arnum

Der ADFC-Ortsverband Hemmingen-Pattensen wünscht sich für die Ortsmitte in Arnum einen Raum, in dem alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. Als Beispiel nennt Sprecher Jens Spille eine Wohnstraße oder einen Supermarkt-Parkplatz. Das ist das Ergebnis der jüngsten Mitglieder-Diskussion über das für Arnum geplante ISEK. „Unser Ziel ist eine Gestaltung des Straßenraums, die intuitiv zu einer langsameren Fahrweise und einer stärkeren Rücksichtnahme führt. Diese schließt fließenden und parkenden Verkehr sowie Räume zum Verweilen und Kommunizieren ein“, sagt Spille.

Generell begrüßt der ADFC den Vorschlag, die Göttinger Straße nach der Fertigstellung der B3neu zurückzubauen, so dass sich der Durchgangsverkehr reduzieren wird. Der ADFC sieht den „gemeinsamen Raum im Sinne eines Erlebnis- und Einkaufszentrums“ für den Bereich zwischen dem Klapperweg im Norden bis zum Harkenblecker Weg im Süden. Das Areal soll nicht streng nach Verkehrsflächen für einzelnen Nutzer getrennt werden. Wichtig sei allerdings, dass es sich durch eine deutliche Kennzeichnung von der üblichen Straßengestaltung unterscheidet, erläutert Spille. Als Beispiel nennt er eine besondere Pflasterung oder auch die Installation von Stadttoren. Die Ausgestaltung müsse an die zu erwartende Verkehrsdichte angepasst werden und eventuell Schutzräume für Fußgänger sowie Querungshilfen für Kinder beinhalten. „Dass dies möglich ist, zeigt zum Beispiel ein verkehrsberuhigter Bereich auf dem Opernplatz Duisburg mit einer Verkehrsdichte von rund 18.000 Kraftfahrzeugen pro Tag“, sagt Spille.

Die Stadt erstellt zurzeit ein eigenes ISEK für Arnum, in dem die Entwicklung des Hemminger Stadtteils nach der Fertigstellung der B3neu geplant wird. Die Aufstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts speziell für Arnum ist notwendig, um in Förderprogramme aufgenommen zu werden. Geplant ist die Investition von rund 9 Millionen Euro, die jeweils zu einem Drittel von Bund, Land und Stadt gezahlt werden sollen. Über die konkrete Gestaltung wird zurzeit noch gemeinsam mit den Bürgern diskutiert. Die Stadt will die Förderanträge zum 1. Juni stellen.

Von Tobias Lehmann

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