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Hemmingen Stadtentwicklung bis 2030: Zu wenige Wohnungen für wachsende Bevölkerung
Umland Hemmingen

Hemmingen: Aktualisierter Entwurf ISEK 2030 Integriertes Stadtentwicklungskonzept

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08:42 14.08.2019
Arnum ist der größte Hemminger Stadtteil. Hier soll sich in den nächsten Jahren viel verändern, angefangen vom Rückbau der B3 (Bild) bis hin zu möglichen neuen Wohngebieten. Quelle: Andreas Zimmer
Hemmingen

In Hemmingen hat sich die Einwohnerzahl in den vergangenen vier Jahren leicht erhöht. Doch weitere gravierende Steigerungen bis zum Jahr 2030 werden nicht erwartet. Das geht aus dem Entwurf für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) hervor. Das Zukunftspapier, das sich mit Hemmingen im Jahr 2030 befasst, hat die Verwaltung jetzt auf Wunsch der Ratsfraktionen aktualisiert. Die Verwaltung hatte den Entwurf erstmals im Ausschuss im Februar 2017 öffentlich vorgestellt.

Die Verwaltung weist jetzt darauf hin, dass der Trend bei der Einwohnerzahl leicht nach oben zeige, was sich durch die Ausweisung weiterer Baugebiete möglicherweise noch verstärken lasse. Generell sei der Wohnungsmarkt in Hemmingen jedoch angespannt. Nach Schätzungen werden in der Stadt bis zum Jahr 2030 sogar etwa 600 sogenannte Wohneinheiten fehlen. Das kann zum Beispiel eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus sein. Ein Schwerpunkt im ISEK sei deshalb auch die Wohnraumversorgung.

Ein Blick in die aktuelle Statistik

Einwohnerzahlen: Arnum: 7342. Hemmingen-Westerfeld: 7007. Hiddestorf 1697. Devese 1433 (ISEK unterteilt in Gemarkung Devese mit 1433 Einwohnern und dem Kernort Devese mit 820 Einwohnern). Harkenbleck:943. Wilkenburg: 904. Ohlendorf: 220.

Altersstatistik der Bürger Hemmingens: Jünger als 18 Jahre: 18 Prozent. 19 bis 65 Jahre: 58 Prozent. Älter als 65 Jahren: 24 Prozent.

Zahl der Flüchtlinge: Seit 2015 hat die Stadt insgesamt 629 Flüchtlinge zugewiesen bekommen. Davon haben 305 Hemmingen aber bereits wieder verlassen, so dass aktuell 324 Flüchtlinge in der Stadt leben. Gemessen an der Einwohnerzahl sind das etwa 1,7 Prozent.

Künftig sollen die Daten des Einwohnermeldeamtes zugrunde gelegt werden, die aktueller und umfangreicher auswertbar seien als die des Landesamtes für Statistik, teilt die Stadt mit. Demnach hatte Hemmingen zum 1. Juli diesen Jahres 19.546 Einwohner und 461 Nebenwohnsitze. Im Jahr 2015 waren es zum Vergleich 19.183 Einwohner.

Neugestaltung von Arnum

Die Verwaltung hat auch das Kapitel „Städtebauliche Missstände in Arnum-Mitte“ aktualisiert. Die dort bisher eher allgemein gehaltenen Vorschläge wurden konkretisiert. Diese beziehen sich auf die Gestaltung des Stadtteils nach Fertigstellung der B-3-neu. Die Ortsdurchfahrt wird zur städtischen Straße und umgebaut, wenn die Umgehung fertig ist. Letztere soll 2020 für den Verkehr freigegeben werden.

Im ISEK wird darauf hingewiesen, dass für den Bereich Arnum-Mitte ein eigenes sogenanntes teilräumliches ISEK erstellt wurde, um in ein Förderprogramm aufgenommen zu werden. Zu den Vorschlägen für die künftige Gestaltung zählt, dass die Fahrbahn der Göttinger Straße (heutige B3) auf das „notwendige Maß“ reduziert wird, um Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern. Weiterhin sollen Aufenthaltsbereiche mit breiten Gehwegen und Bänken neu geschaffen werden. Auch die Grünstruktur in dem Stadtteil soll optimiert werden, etwa durch einen Boulevard entlang der Göttinger Straße oder eine Parkanlage im Bereich der Alten Wilkenburger Straße.

Weitere Ergänzungen hat die Verwaltung unter anderem in den Bereichen Wohnen, Einzelhandel, Kinderbetreuung, Schulen, Einrichtungen für Senioren, Feuerwehren und Hochwasser vorgenommen. Das 129 Seiten ange Dokument kann auf der Seite www.stadthemmingen.de eingesehen werden. Die Aktualisierungen sind rot gekennzeichnet.

Über das ISEK diskutiert der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstag, 15. August. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses in Hemmingen-Westerfeld.

Lesen Sie weitere Berichte über das ISEK 2030:

Rat will Konzept erst im Juni beschließen

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Von Tobias Lehmann

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