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Hemmingen SV Arnum darf Vereinsheim erweitern
Umland Hemmingen

Hemmingen: Anbau beim SV Arnum ist genehmigt

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17:57 09.08.2019
Europaweite Ausschreibung für den Anbau nötig: Das Vereinsheim der SV Arnum. Quelle: Andreas Zimmer
Arnum

Die Sportliche Vereinigung (SV) Arnum hat jetzt zwar endlich eine Baugenehmigung für den geplanten An- und Umbau ihres Vereinsheims erhalten. Der Baubeginn verzögert sich aber weiter, weil als Bedingung für einen Zuschuss des Landes alle Gewerke mit einem Volumen von mehr als 25.000 Euro europaweit ausgeschrieben werden müssen.

Schon seit mehreren Jahren plant die SV einen rund 700 Quadratmeter großen Anbau mit einer Mehrzweckhalle, Umkleide- und Duschräumen, Geschäftszimmer und Archiv. Der Verein ist mit rund 1750 Mitgliedern der größte in Hemmingen, erhofft sich aber als Folge des Projekts einen weiteren Zuwachs. Dazu sollen die Angebote für Kleinkinder und Senioren sowie der Gesundheitssport ausgebaut werden. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 1,15 Millionen Euro, von denen die Stadt 350.000 Euro übernimmt und das Land 100.000. Außerdem gewährt die Stadt dem Club ein zinsloses Darlehen von 175.000 Euro und übernimmt eine Bürgschaft für mehr als eine halbe Million Euro.

Verzögerungen bei der Genehmigung

Eigentlich sollte es den ersten Spatenstich für das Projekt schon im Frühjahr geben, doch es kam zu Verzögerungen im Genehmigungsverfahren, für die der Vereinsvorsitzende Harald Gries „den Bürokratismus“ verantwortlich macht. „In Niedersachsen muss man für ein Carport einen Bauantrag stellen, in Bayern muss man nur nachweisen, dass da zwölf Schafe reinpassen“, weist er mit einem Bonmot auf unterschiedliche Hindernisse in den einzelnen Bundesländern hin. Es seien immer neue Forderungen der Behörde aufgetaucht. „Aber immer nur Schritt für Schritt, statt einmal aufzulisten, was alles erforderlich ist“, kritisiert Gries.

Etliche Auflagen

Immerhin habe die Stadt bei einem großen Problem geholfen: Die Zufahrt zum Vereinsgelände lag bisher an einer Landesstraße außerhalb der Ortschaft. Das sei eigentlich gar nicht zulässig, aber niemand habe das beanstandet – bis jetzt der Bauantrag gestellt wurde, sagt Gries. Die Stadt habe daraufhin die Ortsgrenze um 200 Meter verschoben, sodass die Sportplätze jetzt ebenso wie das Freibad gegenüber innerhalb des Ortes liegen. „Das hätte uns mal jemand vor drei Jahren sagen sollen“, klagt Gries, „das hätte uns Zeit und Geld gespart“. Denn weil es außerhalb der Ortschaft an der Straße eine Anbauverbotszone gegeben habe, hätte der Bau um ein Stück nach hinten verschoben werden müssen.

Doch nun liege die Genehmigung vor, berichtet der Clubchef, allerdings mit etlichen Auflagen. Sie betreffen neben dem Brandschutz im vorhandenen Gebäude unter anderem die Suche nach archäologischen Funden vor Baubeginn. Aber der Architekt sei zuversichtlich, dass alle Vorgaben erfüllt werden könnten, sagt Gries.

Gewerke müssen europaweit ausgeschrieben werden

Mehr Kummer bereitet ihm, dass der beim Landessportbund beantragte Zuschuss von 100.000 Euro nicht von diesem selbst, sondern vom Innenministerium kommt. Das bestehe jedoch auf einer europaweiten Ausschreibung aller Gewerke über mehr als 25.000 Euro. „Wir wollten eigentlich örtliche Unternehmen beauftragen“, sagt Gries. Er habe deshalb sogar an Innenminister Boris Pistorius geschrieben. Der habe zwar mitgeteilt, dass die Vergaberichtlinien in der politischen Diskussion stünden und eine Gesetzesänderung für das nächste Jahr angekündigt. „Aber das hilft uns jetzt nicht“, sagt der SV-Vorsitzende.

Er hofft dennoch, dass bis Ende September die Ausschreibungsergebnisse vorliegen „und die Gebäudehülle noch vor Beginn des Winters steht“. Dann könne während der Wintermonate der Innenausbau erledigt werden.

Lesen Sie weitere Berichte über die Planung für den Anbau:

SV Arnum bittet Stadt um Zuschuss

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Von Thomas Böger

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