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Hemmingen Klavierkabarett mit Wortgewitter: Daniel Helfrich im ausverkauften bauhof
Umland Hemmingen

Hemmingen: Daniel Helfrich im Kulturzentrum bauhof mit Programm Eigentlich bin ich ja Tänzer

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14:57 27.01.2020
Kabarettist mit verschmitztem Lächeln: Daniel Helfrich bei seinem Auftritt im Kulturzentrum bauhof. Quelle: Achim von Lüderitz
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Hemmingen-Westerfeld

Die Abendkasse im bauhof blieb geschlossen: Schon seit Wochen war diese Veranstaltung in dem Kulturzentrum in Hemmingen-Westerfeld ausverkauft. Zum zweiten Mal nach 2017 war am Wochenende Daniel Helfrich zu Gast, diesmal mit seinem Programm „Eigentlich bin ich ja Tänzer“. Und um es vorweg zu sagen, die meisten der 100 Besucher waren nach dem knapp zweistündigen Programm froh, dass der junge Mann aus dem Odenwald mit dem verschmitzten Lächeln seinem Metier treu geblieben ist – und das ist unbestritten das Klavierkabarett.

Der Mann am Klavier bereitete den Zuschauern nicht unbedingt einen Abend zum Zurücklehnen und Entspannen. Wer auf dem ständig wechselnden Laufenden bleiben wollte, musste sich schon ein wenig konzentrieren.

Von einem Fettnäpfchen ins nächste

In einem Medley beispielsweise folgte auf die letzte Verszeile von Katja Ebstein ein Evergreen von Udo Jürgens: „Wunder gibt es ... immer wieder ... geht die Sonne auf.“ Besonders originell das Stück mit numerischen Einzelheiten. Zum Beispiel, als er in der Bar nach einigen Drinks im achten Himmel war, mit der Dame Sieben hatte, bis er erfuhr, dass dieselbe sich zuvor ein paar Fünfen (oder waren es doch Bakterien?) eingefangen hatte. Was im Klartext heißen sollte, das er im siebten Himmel war, Sex mit der Dame hatte, die sich zuvor ein paar Viren zugezogen hatte.

Helfrich tappte mit seinen mehr oder weniger ernst zu nehmenden Texten zielsicher von einem Fettnäpfchen ins nächste, beschäftigte sich mit den Ernährungsgewohnheiten einer Hupfdohle ebenso wie mit dem Bandwurm, der sich als einziges Geschöpf selbst begattet. Er sprach und sang mit durchaus passabler eigener Klavierbegleitung, vor allem aber über die Liebe. Helfrich bewies mit eindrucksvollen Texten, wie wichtig die Balz im Leben von wirklich Verliebten, Viagra-Rammlern und Disco-Aufreißern für den Fortbestand der Menschheit ist. Und selbst die Schafe verspüren Wolllust.

Sein neues Programm: Trennkost ist kein Abschiedsessen

Mag sein, dass Daniel Helfrich nicht alle Zuhörer mit seinem Wortgewitter vollends in seinen Bann ziehen konnte, doch die meisten freuen sich wohl schon jetzt auf sein neues, fünftes Bühnenprogramm: Trennkost ist kein Abschiedsessen.

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Von Achim von Lüderitz

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