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Hemmingen Wie falsche Polizisten eine Hemmingerin um ihr Erspartes bringen wollten
Umland Hemmingen

Hemmingen: Falsche Polizisten: Opfer hatten keine Zweifel

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12:58 18.11.2019
Zwei Hildesheimer hatten sich sich als Polizeibeamte ausgegeben und vier Seniorinnen um fast 59.000 Euro betrogen. Quelle: dpa
Hemmingen

Der Prozess gegen zwei falsche Polizisten, die unter anderem eine Seniorin aus Hemmingen betrogen haben sollen, wird fortgesetzt. Am zweiten Verhandlungstag am vergangenen Donnerstag ist nach Angaben des Landgerichts Hannover noch kein Urteil gefallen. Geplant sind zurzeit noch zwei weitere Verhandlungstage.

Unter dem Vorsitz von Richter Martin Grote müssen sich in dem Prozess zwei Hildesheimer verantworten, die vier Seniorinnen in Hemmingen, Barsinghausen, Hameln und Springe um insgesamt fast 59.000 Euro betrogen haben sollen. Ihre beiden Auftraggeber agierten von der Türkei aus. Sie riefen die Seniorinnen an, gaben sich als Polizisten aus und behaupteten, dass das Geld auf der Bank nicht mehr sicher sei. Der 28-jährige Hildesheimer sollte als eine Art Logistiker die Verteilung des Geldes überwachen. Sein Komplize (24) holte das Geld dann an einem vereinbarten Standort ab. Der Mann wurde bei der Übergabe von rund 12.000 Euro in Hemmingen auf frischer Tat geschnappt.

Die echten Polizeibeamten, die bereits ausgesagt haben, waren erstaunt darüber, wie geschickt der anrufende Täter offenbar darin war, Vertrauen zu den Opfern aufzubauen. So hatte die betrogene Hamelnerin, Jahrgang 1930, zunächst 30.000 Euro in einen Blumenkübel vor dem Haus hinterlegt, die der geständige 24-jährige Täter abholte. Anschließend sollte sie noch davon überzeugt werden, 25.000 Euro in den Kosovo zu überweisen, da ihr Geld auf der Bank nicht sicher sei.

Opfer musste von echten Polizisten erst überzeugt werden

Dem Bankangestellten kam die Sache komisch vor und er sagte, dass er das Geld nicht auf einmal überweisen könne. Die Seniorin rief dann die Polizei an. Sie wollte ihre Forderung mit Hilfe der Beamten gegenüber der Bank durchsetzen. „Die Frau war komplett in ihrem Film drin. Wir brauchten einige Zeit, bis wir sie überzeugt hatten, dass wir die echten Beamten sind und der Anrufer kein echter Polizist ist“, teilte der aussagende Beamte mit. Dabei habe die Frau rüstig und nicht dement gewirkt. Das Gericht will aus Altersgründen nach Möglichkeit dennoch darauf verzichten, die Frau selbst zu vernehmen. Sie habe auch ein Attest eingereicht, teilte der Richter mit. Auch die betrogene Springerin, die bereits aussagte, hatte an der Echtheit der Polizisten keine Zweifel.

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