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Hemmingen 100 HAZ-Leser erleben im bauhof das Beste von Herbert Royal
Umland Hemmingen

Hemmingen: Herbert Royal im bauhof Best of HAZ-Leser-Abend Zeitung für treue Abonnenten im Kulturzentrum

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18:23 28.10.2019
Meister des Wortwitzes: Der Salon Herbert Royal im bauhof. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen

Beim Salon Herbert Royal würde es in etwa so klingen: Wenn jemand A sagt, muss das nichts „B-sagen“. Doch Claudia und Matthias Hehner haben damals A gesagt und sich vor mehr als 20 Jahren, damals in Hannover-Linden und noch nicht in Hemmingen-Westerfeld wohnend, für ein A wie Abonnement entschieden. Nun folgte B wie bauhof. Dorthin hatte die HAZ für Freitagabend treue Leser aus dem Hemminger Stadtgebiet als Dankeschön eingeladen, ebenfalls die Gewinner einer Verlosaktion.

Nicht ohne Grund: Das Kulturzentrum in Hemmingen-Westerfeld besteht seit 20 Jahren, also mindestens so lange wie die Abonnements. Bei einigen sind die Abo-Bande sogar seit mehr als vier Jahrzehnten geknüpft. So war es naheliegend, dass Zeitungsmänner auf das blicken, was war, ist und kommen könnte: das Beste von Herbert Royal aus den Jahren 2010 bis heute.

HAZ-Aktion für treue Abonnenten

Matthias Hehner kannte das Satirikersextett von HAZ-Redakteuren und -Autoren noch nicht und sagte beim Sektempfang im bauhof-Foyer: „Wir lassen uns überraschen, was da heute auf uns zukommt.“ Auf jeden Fall war es eine doppelte Premiere, denn Herbert Royal standen zum ersten Mal auf der bauhof-Bühne, und das „Best of“ war zuvor auch noch nirgends zu sehen.

Um es vorwegzunehmen: Die Überraschung ist gelungen. Genüsslich sezierte der Sixpack des Wortwitzes Jahr für Jahr: vom ganz großen Weltgeschehen über Tops und Flops im manchmal kleinen und kleinlichen Hannover und im Umland - und immer wieder Jahr für Jahr die Ankündigung, dass der Berliner Flughafen bald fertig sei.

Vom Niedersachsenstadion und der „Conti-Kuhle“

Bruno Brauer, Imre Grimm, Uwe Janssen, Dirk Schmaler, Uli Schmid und Kristian Teetz haben viel Freude auf der Bühne, das überträgt sich schnell auf die Zuschauer. Das vom Alter her bunt gemischte Publikum in dem mit rund 100 Plätzen ausgebuchten bauhof-Saal klatschte bei den Liedern nicht nur mit, sondern sang auch mit – beim Lied übers Niedersachsenstadion besonders stark, weil es offenbar auch der Meinung war, dass der alte Name der beste ist. „Der Maschsee heißt ja auch nicht Conti-Kuhle“, argumentierten die Herberts.

Leuchtet ein, ebenso wie die Begründung, warum im Vatikan meist Männer herumlaufen, andernfalls würde es ja Muttikan heißen. Irgendwo lauert bei Herbert Royal eben immer der nächste Kalauer. Und wenn die Latte beim Niveau-Limbo mal zu tief hängen könnte, dann machen sie auch das zum Thema.

HAZ-Premiere im Kulturzentrum Hemmingen-Westerfeld: Der Salon Herbert Royal tritt auf.

Bürgermeister Claus Schacht nimmt teil

Bei der scheinbar unerschöpflichen, höchst vergnüglichen Darbietung fragt man sich manchmal: Sind das jetzt Chronisten, Kabarettisten oder spielen sie auf der Bühne gerade einfach nur Activity? Und – huch – manchmal ertappt man sich bei der Frage: Ist das wirklich schon so lange her? Ja, 2016 begann der Brexit. Es war auch das Jahr, in dem Hannover 775 Jahre Stadtrechte feierte und – scherzhaft – 500 Jahre Herbert Schmalstieg als Oberbürgermeister.

Der zurzeit dienstälteste Bürgermeister in der Region Hannover, Claus Schacht, saß, frisch von einem beruflichen Termin aus Berlin gekommen, mit im Publikum und hörte von Herbert Royal zum Thema Bahn – die Stadtbahn fährt ja in einigen Jahren nach Hemmingen-Westerfeld – die Empfehlung Geduld zu haben: „Sie muss gleich kommen, denn die Schienen liegen schon da.“

Die Zeit vor der Aufführung und in der Pause nutzten viele Besucher, um dem erst seit wenigen Tagen frischvermählten Bürgermeister persönlich zu gratulieren, oder sie waren im Gespräch mit dem bauhof-Vorsitzenden Klaus Grupe, der erst vor einer Woche die Goldene Ehrennadel der Stadt für sein ehrenamtliches Engagement bekam, sowie mit Sarah Istrefaj, Leiterin der Lokalredaktion Süd, und Madsack-Verkaufsleiter Michael Gruber.

Satire pur im Kulturzentrum

Es gab auch eine besonders gute Nachricht der Royalisten: Die Marienburg in Pattensen werde nicht für ein weiteres Café Extrablatt abgerissen. Nach insgesamt etwa 140 Minuten Programm war Herbert Royal eigentlich noch lange nicht am Ende, und das Publikum hätte auch nichts dagegen gehabt, sich noch manche Lachträne aus dem Gesicht zu wischen, aber dem Lied „Hannover ist die schönste Stadt der Welt“ war nichts mehr hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass man in Hemmingen – noch dazu mit dem bauhof vor der Haustür – auch nicht schlecht lebe, meinten Claudia und Matthias Hehner, als sie sich vergnügt auf den kurzen Nachhauseweg machten.

Der Salon Herbert Royal ist wieder zu erleben am Montag, 28. Oktober, um 20.20 Uhr im GOP, Georgstraße 36, in Hannover mit dem aktuellen Rückblick auf den hannoverschen Spätsommer. Der Eintritt kostet 25 Euro, ermäßigt 19 Euro.

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