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Hemmingen Wird es wieder ein Jugendparlament in Hemmingen geben?
Umland Hemmingen

Hemmingen: Jugendparlament oder Jugendbeirat: Fraktionen zeigen sich offen

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17:07 10.01.2020
Jugendliche zeigen Interesse an der politischen Gestaltung der Stadt. Engagiert diskutieren sie im Dezember 2019 beim Klimaschutzprojekt Plenergy im Rathaus von Hemmingen. Quelle: Tobias Lehmann
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Hemmingen

Hemminger Jugendliche haben großes Interesse an politischer Gestaltung. Das zeigt unter anderem die sehr aktive Fridays-for-Future-Gruppe wie auch die engagierte Beteiligung an dem Klimaschutzprojekt Plenergy im Dezember 2019 im Rathaus. Dort haben einige Jugendliche Bürgermeister Claus Schacht auch auf die Bildung einer politischen Jugendvertretung in Hemmingen angesprochen. „Ich habe mit ihnen verabredet, dass sie sich noch einmal bei mir melden und wir dann über ihre Wünsche und Vorstellungen sprechen können“, sagt Schacht.

Die Vorsitzenden der Hemminger Ratsfraktionen signalisieren grundsätzlich Offenheit gegenüber einem jugendlichen Gremium. Das ergab eine Umfrage dieser Zeitung. Einig sind sie sich jedoch auch darin, dass eine ausreichende Zahl von Jugendlichen Interesse zeigen muss.

Wieder Jugendbeirat in Hemmingen?

Der Fraktionsvorsitzende Ulff Konze (CDU) verweist darauf, dass im Jahr 2000 schon einmal ein Jugendparlament in Hemmingen gewählt wurde. Doch bereits in der zweiten Amtszeit ließ das jugendliche Engagement so sehr nach, dass das Gremium eingestellt wurde. „Davor haben die Jugendlichen jedoch gute Arbeit geleistet. Wenn erneutes Interesse besteht, unterstützen wir das gern“, sagt er. Konze spricht sich jedoch dafür aus, dass das Gremium dann auch gewählt werden sollte. Eine Vertretung, die offiziell für die Hemminger Jugend spreche, müsse auch demokratisch legitimiert sein.

Fachbereichsleiterin Walburga Gerwing sieht das etwas anders. „Die feste Bindung nach einer Wahl an ein bestimmtes Gremium entspricht nicht dem jugendlichen Lebensgefühl. Ich halte es für besser, verschiedene Jugendprojekte zu unterstützen, die sich zeitlich begrenzt für ein bestimmtes Thema einsetzen“, sagt sie.

Jugendparlament: So sehen es die Fraktionen

Fraktionschef Joachim Steinmetz (Bündnisgrüne) sieht es ähnlich. Bei einem Jugendparlament bestehe die Gefahr, dass es bereits in der zweiten Generation schon wieder einschläft, weil sich keine Nachfolger finden lassen. Deshalb tendiert auch er eher zu Jugendgremien, die sich gezielt für ein Projekt einsetzen. Steinmetz verweist auf die Hemminger Fridays-for-Future-Gruppe. „Die sind sehr aktiv, bringen sich ein, kümmern sich. Das ist gute politische Arbeit“, sagt er. Grundsätzlich verschließen will er sich einem Jugendparlament jedoch nicht, wenn dies der jugendliche Wille ist.

Der Fraktionsvorsitzende Jens Beismann (SPD) weist darauf hin, dass es immer noch eine Satzung für ein Jugendparlament gibt. „Wir haben die nach der Auflösung bewusst bestehen lassen, um eine mögliche Nachfolge zu ermöglichen“, sagt er. Welcher Art eine Jugendvertretung in Hemmingen sein könne, macht er auch von den Wünschen der Jugendlichen abhängig. „Wenn ein erkennbares Interesse an einem Jugendparlament besteht, begrüßen wir das sehr. Ein jugendliches Gremium, das sich der ganzen Bandbreite der Themen widmet wäre für die Stadt sehr attraktiv“, sagt er.

Fraktionen unterstützen jugendliches Engagement

Auch Wolf Hatje, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Hemminger (DUH), zeigt sich offen. „Jugendliches Engagement ist immer zu unterstützen“, sagt er. In welcher Art das Gremium in die Politik eingebunden wird und in welcher Form das Mitspracherecht für die Jugendlichen gestaltet wird, müsse dann noch diskutiert werden.

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