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Hemmingen Leine-Bühne erntet Applaus für Kotzebue-Komödie
Umland Hemmingen Leine-Bühne erntet Applaus für Kotzebue-Komödie
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00:16 20.02.2019
Die Mitglieder der Leine-Bühne führen das Stück "Die deutschen Kleinstädter" auf. Quelle: Tobias Lehmann
Hemmingen-Westerfeld

 Der Herr Berg-, Bau- und Weginspektorsubstitut Sperling ist verzweifelt: Nicht nur, dass niemand seine lyrische Ode an das Harkenblecker Kapellenbräu zu würdigen weiß. Noch schlimmer ist, dass seine Angebetete Sabine nichts von ihm wissen will. Ihr Herz hat sie bereits an Karl Olmers verloren, den Neubürger in der Kleinstadt Krähenwinkel.

Bei der Premiere des Stücks „Die Deutschen Kleinstädter“ der Leine-Bühne am Freitagabend im ausverkauften Jugend-Kultur-Haus gab es viele Lacher. Das von August von Kotzebue geschriebene und 1802 uraufgeführte Stück karikiert die damals typischen Eigenschaften deutscher Kleinbürger. Ganz speziell stellt von Kotzebue dar, dass ein Mensch ohne eine Titel in Krähenwinkel wertlos ist. So gibt es neben dem Herrn Berg,- Bau- und Weginspektorsubstitut zum Beispiel auch noch die Frau Oberfloß- und Fischmeisterin sowie die Frau Untersteuereinnehmerin.

Die Schauspieler der Leine-Bühne zeigen ein Lustspiel in vier Akten

Zunächst sieht es für Sabine, Tochter des Bürgermeisters und Oberältesten in Krähenwinkel, nicht gut aus. Denn sie ist bereits dem Herrn Sperling versprochen. Dieser wird von dem Vorsitzenden der Leine-Bühne, Matthias Schiller, gespielt, der auch Regie geführt hat. Schiller legt die Figur als etwas stumpfen Charakter an, verleiht ihr aber zugleich auch die Aura eines beunruhigenden Stalkers, der Sabine zum Ziel auserkoren hat. Sabine, gespielt von Andrea Profit, weiß sich jedoch zu wehren. Dabei muss sie sich auch gegen sämtliche Verwandte durchsetzen, die einer Heirat mit ihrer großen Liebe Karl Olmers zustimmen müssen.

Olmers hingegen hat noch ganz andere Probleme: Er trägt nämlich keinen Titel und hat somit in der Kleinstadt keine Zukunft. Bevor sich die Liebenden dann am Ende finden, gibt es allerlei skurrile Dialoge zu hören, deren Wortwitz auch der übernommenen Originalsprache des Theaterstücks entspringt. Einige künstlerische Freiheiten lies sich Schiller jedoch, wie das mehrfach im Stück erwähnte Harkenblecker Kapellenbräu. Am Ende, nach rund 2,5 Stunden, gibt es den verdienten lauten Applaus.

Für die Aufführungen am Freitag und Sonnabend, 22. und 23. Februar, jeweils um 19.30 Uhr, sind noch Karten erhältlich. Der Eintritt kostet 10 Euro. Platzreservierungen sind nicht möglich. Tickets können unter Telefon (05 11) 414143 und per E-Mail an kontakt@leine-buehne.de bestellt werden.

Von Tobias Lehmann

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