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Hemmingen Schüler trennen und entsorgen Plastik und Papier selbst
Umland Hemmingen

Hemmingen: Mülltrennung und Abfallvermeidung an der KGS Schüler trennen und entsorgen selbst

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18:34 26.08.2019
Zeigen die drei Mülleimer, im Hintergrund das Mülltrennungsposter (von links): Candy Osei, Ilayda Cantürk und Tim Henry Weiße aus der Klasse 7R3. Quelle: privat
Hemmingen-Westerfeld

Bei „Fridays for Future“ für den Klimaschutz demonstrieren, aber selbst noch Restmüll und Wertstoffe zusammen in einen Eimer werfen: Es wurde Zeit für die Abfalltrennung an der KGS in Hemmingen-Westerfeld. Der erste Schritt ist getan. In jedem Klassenraum stehen seit Beginn dieses Schuljahres in diesem Monat zwei neue Behälter.

Es ist ein gelber für Plastik und ein blauer für Papier. Hinzu kommt der bereits vorhandene schwarze Eimer für Restmüll. An der Wand hängt ein Poster, auf dem das System erklärt wird. KGS-Schülervertreter Tom Baumgarte und Hans-Jörg Hansemann, kommissarischer Leiter des Realschulzweiges, haben das pädagogische Konzept in der jüngsten Sitzung des städtischen Fachausschusses vorgestellt, der Konzept und Engagement wertschätze. Etwa 1500 Schüler besuchen die KGS.

Mülltrennung an der KGS Hemmingen

Baumgarte erläuterte, dass die Reinigungskräfte in der KGS wie bisher die schwarzen Eimer leeren. Die Schüler kümmern sich um den Inhalt der gelben und blauen Behälter. In der Regel werden diese dreimal in der Woche geleert. Der Kauf dieser Eimer für 65 Klassenräume hat rund 400 Euro gekostet und wurde aus dem Schulbudget und vom Förderverein finanziert.

Das letzte Wort darüber, welche Behälter im Foyer und auf dem Außengelände aufgestellt werden sollen, ist noch nicht gesprochen. Das Gelände, an das unter anderem das Büntebad und die Sporthalle grenzen, ist rund um die Uhr frei zugänglich. Die Gefahr, dass Unbekannte dort ihren Hausmüll entsorgen, ist also groß. KGS-Leiter Gregor Ceylan sagte: „Andererseits ist es pädagogisch nicht sinnvoll, im Klassenraum Müll zu trennen und draußen plötzlich nicht mehr.“

Ratsbeschluss für September geplant

Für den öffentlichen Innenraum der Carl-Friedrich-Gauß-Schule sollen nun 13 Doppelkammermodule beschafft werden sowie für den Außenbereich sechs zusätzliche Behälter für Plastik. Die Behälter für draußen müssen aus Brandschutzgründen verzinkt sein. Die Kosten belaufen sich laut Stadtverwaltung auf insgesamt etwa 14.000 Euro.

Grundsätzlich befürwortet das Gremium das Vorhaben, doch es stimmte in der Sitzung nicht ab, weil die Fraktionen noch Fragen haben. Es bleibt aber dennoch bei dem für den 19. September geplanten Ratsbeschluss. Schulelternratsvorsitzender Thorsten Langner sagte, er schließe nicht aus, dass sich die Kosten langfristig amortisieren. Denn KGS und Büntebad nutzen zurzeit eine Restmülltonne gemeinsam. Deren Leerung werde nach Kilogramm bezahlt.

Abfallvermeidung ist das nächste Thema

Die Schule will es nicht bei der Mülltrennung belassen. Hansemann zufolge soll im April oder Mai 2020 Bilanz gezogen und geprüft werden und ob die nächste Phase – die der Abfallvermeidung – beginnen kann. „Wir überlegen auch, umweltfreundlichere Beutel zu verwenden“, sagte er. Außerdem wollen sich die Schüler ansehen, wohin das Plastik gebracht wird und was damit weiter geschieht. Baumgarte kündigte einen Sammelbehälter für Pfandflaschen an. Mit dem dadurch eingenommenen Geld sollen Schulprojekte unterstützt werden.

Langner erklärte, die Abfallvermeidung auch auf Elternabenden zum Thema zu machen. „Viele Kinder haben ihr Brot, in Alufolie eingewickelt, in einer Brotdose“, nannte er ein Beispiel. Der Schulelternrat hatte zwar im vergangenen Jahr einen Antrag zur Mülltrennung gestellt. Das Projekt bekam aber durch das jüngste Engagement der Schüler für den Klimaschutz eine große Eigendynamik. Bürgermeister Claus Schacht sagte: „Jetzt kommt es von unten.“

Auch Grundschule will Müll trennen

Claudia Neuber, Leiterin der Grundschule Arnum, kündigte an, dass auch die Grundschüler Müll trennen sollen. Walburga Gerwing, Fachbereichsleiterin in der Stadtverwaltung, wies darauf hin, dass die Mülltrennung sogar schon ein Thema in den Kindergärten sei.

Für die Einführung ins Thema im Ausschuss wurde ein Kurzfilm gezeigt, den Schüler des zehnten Jahrgangs im vergangenen Jahr gemacht hatten und der Szenen enthielt, in denen die Welt erst sauber und dann vermüllt war. Ceylan sagte, der Film werde bald auf der neu gestalteten Homepage der KGS im Internet auf kgshemmingen.de zu sehen sein.

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Von Andreas Zimmer

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