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Hemmingen Neue Straße soll Weetzener Landstraße vor dem Verkehrskollaps bewahren
Umland Hemmingen

Hemmingen: Neue Straße zwischen Alfred-Bentz-Straße und B3 soll Weetzener Landstraße vom Verkehr entlasten

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09:47 30.01.2020
Die Alfred-Bentz-Straße ist hier zu Ende. Nun soll sie verlängert werden. Das Archivbild zeigt Bürgermeister Claus Schacht bei einer Radtour für interessierte Bürger. Die Straße war eine der Stationen. Quelle: Andreas Zimmer
Hemmingen

Erst stockt es, dann staut es sich: Die Weetzener Landstraße ist nach der Bundesstraße 3 die Straße im Hemminger Stadtgebiet mit dem meisten Verkehr. Das soll sich ändern: Die Weetzener Landstraße soll durch eine neue Verbindungsstraße entlastet werden, und das nun früher als geplant.

Für die neue Strecke wird die Alfred-Bentz-Straße bis zur heutigen B3 verlängert. Zurzeit endet die Alfred-Bentz-Straße, die am Aldi-Markt vorbeiführt, an einem Grünzug. Künftig verläuft sie zwischen dem Gartencenter Glende an der B3 und dem Wald zwischen Hemmingen-Westerfeld und Arnum und damit durch die sogenannte Fläche 60. Dabei handelt es sich um ein geplantes Neubaugebiet an der B3.

Neue Spange soll Weetzener Landstraße entlasten

Wer also zum Beispiel künftig in Devese von der neuen B3-Ortsumgehung abfährt und nach Arnum möchte, quält sich nicht mehr über die Weetzener Landstraße unter anderem am Netto-Markt vorbei zur B3, sondern fährt am Aldi-Markt entlang weiter durchs Gewerbegebiet und über die neue Spange und biegt dann auf die heutige B3 ab. Dieser Bereich sieht dann aber auch anders aus als heute, denn dort soll ein Kreisel entstehen. Von diesem gibt es eine eine Zu- und Abfahrt zur geplanten Stadtbahn-Endhaltestelle Hemmingen-Westerfeld.

Ursprünglich wollte die Stadt erst die Erschließung des Neubaugebietes auf der Fläche 60 abwarten, bevor sie die mehrere Hundert Meter lange Spange baut. Doch die Grundstücksverhandlungen laufen schleppend. „Deswegen soll die Entlastungsstraße jetzt unabhängig von der Fläche 60 gebaut werden“, erläutert Axel Schedler, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung.

Schneller von der B-3-Ortsumgehung in Richtung Arnum

Doch bevor die ersten Baumaschinen anrollen, gibt es ein Planverfahren. Schedler zufolge muss ein Bebauungsplan erstellt werden. Das geht nicht ohne Planungskosten. Diese beziffert die Verwaltung auf 25.000 Euro. Die Stadt hoffe auf Fördergeld, sagt Schedler. Sie habe zwar noch bis Mitte Februar 2021 Zeit, dieses bei der Landesnahverkehrsgesellschaft zu beantragen, doch die 25.000 Euro Planungskosten sollen schon jetzt im Haushaltsplan verankert werden. Denn wenn es der Rat beibehält, den Haushalt erst im Februar zu verabschieden und nicht wie früher zum Jahresende, sei es für den Förderantrag dann schon zu spät.

Heute sind, so steht es im aktuellen Verkehrsentwicklungsplan der Stadt, rund 9000 Fahrzeuge auf der nördlichen Alfred-Bentz-Straße unterwegs. Die Planer gehen davon aus, dass nach dem Bau der Spange täglich rund 8000 Fahrzeuge über die Alfred-Bentz-Straße rollen, der nördliche Teil der Straße demnach entlastet wird. Der Verkehr auf der Weetzener Landstraße (K221) könnte so um etwa 1600 Fahrzeuge verringert werden.

Ausbau des Wirtschaftsweges ist Zukunftsmusik

Im Verkehrsentwicklungsplan gibt es noch ein zweites Szenario: Dann wird der Verkehr von der B-3-Ortsumgehung über einen noch auszubauenden Wirtschaftsweg und die Max-Planck-Straße geführt. Dies aber ist Zukunftsmusik. Die Entscheidung für einen Ausbau des Wirtschaftsweges sei im Zusammenhang mit einer möglichen Diskussion über die Erweiterung des Gewerbegebietes zu treffen, sagt Schedler.

Die Diskussion, die Alfred-Bentz-Straße über ihre bisherige Funktion hinaus als Zubringer für die B-3-Ortsumgehung zu nutzen, ist hingegen alt. Dies war sogar schon im Verkehrsentwicklungsplan 2002 der Stadt Thema.

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Von Andreas Zimmer

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