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Hemmingen So bereitet HIPPY Kinder auf die Schule vor
Umland Hemmingen

Hemmingen: Positives Fazit in Hemmingen für AWO-Förderprogramm HIPPY

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13:35 12.07.2019
Loben das HIPPY-Programm: Nurcan Kuru (von links), Ayten Baldede und Diana Sandvoß. Quelle: Tobias Lehmann
Hemmingen

 „Ich mag mich und ich gehe meinen Weg“ – Das ist eine der Botschaften, die Vorschulkindern im HIPPY-Programm der Arbeiterwohlfahrt Region Hannover vermittelt wird. HIPPY steht für Home Interaction for Parents and Preschool Youngsters und basiert auf einem bereits vor rund 40 Jahren in Israel entwickeltem Konzept. Die AWO bietet das Programm seit 2006 in der Landeshauptstadt an. Hemmingen nimmt als bisher einzige Umlandkommune der Region Hannover daran teil. Die AWO-HIPPY-Koordinatorin Nurcan Kuru und Hemmingens Gleichstellungsbeauftragte Diana Sandvoß haben jetzt ein positives Fazit gezogen.

Acht Hemminger Familien nehmen an dem Programm teil

„Wir haben das Programm für acht Familien ausgeschrieben und hatten 2018 schon mehr Bewerber als Plätze“, sagt Sandvoß. In dem zweijährigen Programm stellt die AWO den Teilnehmern insgesamt 60 Hefte und zwölf Bücher zur Verfügung. Die Eltern sollen mit dem Kind ein Heft jeweils in einer Woche durcharbeiten. Neben den Passagen zur Stärkung des Selbstbewusstsein geht es darin auch um einfache sprachliche und kreative Aufgaben, so dass die kognitive, emotionale und motorische Entwicklung der Kinder geschult wird.

Zu den Teilnehmerinnen in Hemmingen gehört Ayten Baldede, die das Programm mit ihrer Tochter durchlaufen hat. „Meine Tochter war so begeistert, dass sie sich immer gleich nach dem Kindergarten an das Heft setzen wollte. Und ihr älterer Bruder und ich immer hatten ebenso viel Spaß dabei, sie zu betreuen“, sagt Baldede. Vor einem Jahr habe Baldedes Tochter noch Angst davor gehabt, in die Schule zu kommen. „Doch jetzt freut sie sich drauf und kann sogar schon schreiben“, sagt Baldede. Sie erwähnt auch, dass das Programm besonders für Kinder mit Migrationshintergrund, die möglicherweise noch nicht so gut deutsch sprechen, geeignet sei. Kuru bestätigt, dass auch in Hannover viele Familien mit Migrationshintergrund das Angebot nutzten. „Das Programm ist allerdings nicht speziell darauf ausgelegt, und es gibt auch deutsche Eltern, die an HIPPY teilnehmen“, sagt sie.

Die AWO sucht eine neue Betreuerin für Hemmingen

In Hemmingen betreut Fatima Özsoy die acht teilnehmenden Familien. Sie besucht jede Familie einmal die Woche und geht mit ihnen die jeweiligen Hefte und Bücher durch. Zudem steht sie für Fragen zur Verfügung. Özsoy wird allerdings nach der Sommerpause aufhören, so dass für Hemmingen bereits ab Herbst eine neue Betreuerin gesucht wird. „Die Betreuerinnen werden von uns entsprechend geschult. Der Arbeitsaufwand beträgt etwa 15 Stunden die Woche“, sagt Kuru. Die Betreuerin dürfe gern einen Migrationshintergrund haben, da dies auch auf viele Teilnehmer zutrifft. Voraussetzung sei allerdings, die deutsche Sprache fließend zu sprechen. Interessenten können sich bei Kuru unter der Telefonnummer (0511) 21 97 81 72 melden.

Das Programm wird in Hemmingen zu 100 Prozent von der Region Hannover finanziert. Diese Förderung läuft allerdings im nächsten Jahr aus. „Wir würden die Kooperation mit der AWO gerne aufrecht erhalten. Doch die Finanzierung steht noch aus“, sagt Sandvoß. Sie kann deshalb noch nicht versprechen, dass es 2020 mit einem neuen Jahrgang weiter geht. Interessierte Eltern können sich für weitere Informationen dennoch bereits bei ihr unter der Telefonnummer (0511) 4 10 31 77 melden.

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