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Hemmingen Strittig: Was soll im Neubaugebiet auf der Fläche 60 entstehen?
Umland Hemmingen

Hemmingen: Rat diskutiert über Fläche 60 und Erweiterung Wäldchenschule Arnum und ISEK 2030

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15:27 18.09.2019
Die sogenannte Fläche 60 in Hemmingen-Westerfeld. Quelle: Andreas Zimmer
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Hemmingen

Nur Einfamilienhäuser oder besser mehr Hochhäuser oder doch eine Mischung aus allem? Oder anders ausgedrückt: Wie urban soll Hemmingen werden? Das ist die zentrale Frage beim geplanten Neubaugebiet auf der sogenannten Fläche 60 an der B 3 beim Gartencenter Glende in Hemmingen-Westerfeld.

Die Ratsfraktionen sind unterschiedlicher Meinung. Die Grünen fordern eine, wie sie es nennen, „angemessene Dichte“ vieler Häuser mit drei bis vier Stockwerken und untergeordnet auch Einfamilienhäuser, was die SPD/CDU-Ratskoalition und Die Unabhängigen Hemminger (DUH) ablehnen.

Grüne fordern Masterplan für Fläche 60

Die Grünen fordern jetzt einen Masterplan, der das Gelände beidseitig der B3 zwischen der Gutenbergstraße und der geplanten Stadtbahn-Endhaltestelle umfasst – also etwa einen Kilometer entlang der heutigen Bundesstraße 3. Baudichte, Baukörper und die Erschließung sollen nur einige der Themen im Masterplan sein. Schon im Fachausschuss hatte Ulrike Roth (Grüne) angedeutet: „Das alles schreit nach einem Masterplan für die Fläche 60 und nicht erst, wenn der Bebauungsplan auf dem Tisch liegt.“

Durch ein 3-D-Modell soll auch für die Öffentlichkeit anschaulicher werden, wie das Gebiet später mal aussehen soll. Schließlich werde die Startbahnverlängerung nach Hemmingen-Westerfeld „die größten städtebaulichen Veränderungen seit Langem in der Stadt zur Folge haben“.

Mit dem Masterplan befasst sich der Rat in öffentlicher Sitzung am Donnerstag, 19. September. Sie beginnt um 19 Uhr im Rathaus in Hemmingen-Westerfeld.

Weitere Themen im Rat

Wäldchenschule: Die Arnumer Grundschule soll erweitert werden. Ein Architekturbüro soll in einer Studie ausloten, an welchen Stellen und wie das am besten geschehen könnte, also zum Beispiel durch einen Anbau. Für den Ganztagsschulbetrieb in Hemmingens größtem Stadtteil werden etwa 340 Quadratmeter Fläche benötigt, darunter für eine Mensa mit etwa 120 Plätzen.

Hemmingen 2030:Die Chancen stehen gut, dass der Rat das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) beschließt. Oft hat er die Entscheidung vertagt. Aus dem Zukunftspapier geht hervor, wie sich die Stadt bis zum Jahr 2030 entwickeln soll, zum Beispiel bei den Neubaugebieten und im Einzelhandel.

Abfallkonzept KGS: Die Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Hemmingen-Westerfeld trennt jetzt ihren Abfall. In jedem Klassenraum stehen seit Beginn dieses Schuljahres in diesem Monat zwei neue Behälter: ein gelber für Plastik und ein blauer für Papier. Hinzu kommt der bereits vorhandene schwarze Eimer für Restmüll. Auch im öffentlichen Innenraum der Schule und im Außenbereich will die Stadt zusätzliche Behälter aufstellen. Im Fachausschuss blieb die Abstimmung aus, weil die Fraktionen noch Fragen haben.

AG Radverkehr: Radfahren in Hemmingen soll sicherer werden. Das Radverkehrskonzept wurde bereits 2015 beschlossen, nun soll mindestens einmal im Jahr eine Arbeitsgemeinschaft (AG) tagen. Die AG soll bewirken, dass das Konzept stärker und schneller umgesetzt wird als bisher. Stimmt der Rat zu, wird die AG laut Verwaltung noch dieses Jahr erstmals tagen.

Häusliche Gewalt: Die Frauenberatungsstelle Donna Clara möchte mehr auf Prävention setzen. „Wir wollen die Frauen schon bei Partnerschaftskonflikten erreichen“, erläutert Geschäftsführerin Susanne Schütte. Grundsätzlich begrüßenswert, meinen die Hemminger Ratsfraktionen, doch mit einem erhöhten Zuschuss – ab Januar 2020 soll es eine zusätzliche Stelle geben – haderten sie bei der Diskussion im Fachausschuss. Eine Abstimmung ist daher bisher ausgeblieben. Jährlich soll Hemmingen etwa 15. 500 Euro zahlen, das wären rund 12. 000 Euro mehr als bisher.

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Von Andreas Zimmer

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