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Hemmingen Nach Corona-Zwangspause: Römer-AG bietet wieder Vortrag an
Umland Hemmingen

Hemmingen: Römer-AG Leine bietet Vortrag am Römerlager Wilkenburg an

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08:33 30.06.2020
So könnten die Menschen ausgesehen haben, die vor 2000 Jahren zwischen Wilkenburg und Arnum ihr Alger aufgeschlagen haben: Werner Pollak, Mitglied der Römer-AG Leine, hat sich in eine histotrische Kluft geworfen. Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de (Archiv)
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Wilkenburg

Die Corona-Lockerungen machen es möglich: Die Römer-Arbeitsgemeinschaft (AG) Leine bietet nach mehrmonatiger Pause wieder Vorträge in Wilkenburg an. Allerdings müssen die Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz tragen, mindestens 1,5 Meter Abstand zum nächsten einhalten und sich in eine Besucherliste eintragen.

Im Mittelpunkt steht am Sonnabend, 4. Juli, von 14 bis 15 Uhr das Thema „Energie von der Antike bis heute“, wobei der Fokus auf der Elektrik liegen soll. Referent ist Dr. Robert Lehmann von der Römer AG-Leine und Augustus Gesellschaft. Der Eintritt ist frei.

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Vortrag der Römer-AG in Wilkenburg

Die Teilnehmer versammeln sich am früheren Römerlager nahe der Informationstafel am Ende der Straße Dicken Riede. Die AG macht darauf aufmerksam, dass Besucher ihr Auto nicht vor den Kleingärten parken sollen, sondern zum Beispiel auf dem Parkplatz beim Friedhof an der Wilkenburger Straße.

„Bereits die Ägypter nutzten nachweislich Wind- und Wasserkraft,“, heißt es in der Einladung. „Die Römer perfektionierten ihre Nutzung für große Anlagen wie Mühlen. Aber wie sieht es mit anderen Energieformen aus?“

Kiesabbau auf Römerlager-Gelände

Für Sonnabend war in Wilkenburg im Anschluss an den Vortrag die Jahresversammlung der Augustus-Gesellschaft mit Kaffee und Kuchen geplant. Sie wird wegen Corona auf Sonnabend, 5. September, 16 Uhr, verschoben. Der nächste Vortrag ist dann am Sonnabend, 1. August, 14 Uhr, wobei sich alles um römische Musik drehen wird.

Auf dem früheren Gelände des Römerlagers soll Kies abgebaut werden. Im vergangenen Jahr gab es die erste erfolgreiche Onlinepetition an den niedersächsischen Landtag, bei der fast 6000 Menschen für den Erhalt der Fundstätte des Römerlagers votierten. Die Petition zielte darauf ab, das Raumordnungsprogramm des Landes zu ändern, an das die Region Hannover gebunden ist. Mit großer Mehrheit hat das Landesparlament die Petition im Dezember 2019 jedoch abgelehnt. Der Rat der Stadt Hemmingen hatte sich zuvor bereits einstimmig gegen die Auskiesung des Geländes ausgesprochen.

Von Andreas Zimmer

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