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Hemmingen Neue Ortsschilder: Überflüssig oder klares Signal?
Umland Hemmingen

Hemmingen: Schilderwirrwarr: Ortsschilder von Devese und Hemmingen-Westerfeld den Gemarkungsgrenzen anpassen

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17:54 18.06.2019
Blick von der Deveser Brücke: Der Kreisel gehört zu Devese, auch wenn auf dem Ortsschild im Hintergrund Hemmingen-Westerfeld steht. Quelle: Andreas Zimmer
Hemmingen-Westerfeld/Devese

Schilder zu versetzen ist eine langwierige Sache – sogar, wenn sie eigentlich falsch stehen. Doch nach Jahren könnte nun etwas passieren, das Klarheit bringt in der Frage: Wo hört Devese auf und wo fängt Hemmingen-Westerfeld an?

Weder müssen Anwohner ihre Adressen ändern noch Navigationsgeräte neu programmiert werden, aber es muss alles seinen ordnungsgemäßen Gang gehen. Bereits im Sommer 2017 hieß es bei der Region Hannover auf eine entsprechende Anfrage dieser Zeitung: „Wir sehen uns das vor Ort an.“ Mittlerweile hat die Hemminger SPD/CDU-Ratskoalition das Thema aufgegriffen, daher war es jetzt auch Tagesordnungspunkt eines Fachausschusses. CDU-Fraktionschef Ulff Konze erläuterte, der Hemminger CDU-Regionsabgeordnete Jan Dingeldey habe „in der Regionsverwaltung vorgefühlt“. Das Ergebnis: Bei einem Ratsbeschluss, geplant für den 27. Juni, bestünden „gute Aussichten“, dass die Schilder bald an der richtigen Stelle stehen.

Ausschuss für neue Ortsschilder

Devese zu seiner wahren Größe zu verhelfen, das hat der städtische Fachausschuss jetzt mehrheitlich befürwortet. Denn es ist mitnichten so, wie es viele annehmen: Auf der einen Seite der Brücke über die geplante B-3-Ortsumgehung liegt Devese und auf der anderen Hemmingen-Westerfeld. Beide Stadtteile gehen vielmehr ineinander über. Deshalb ist es falsch, dass zum Beispiel der Real-Markt Hemmingen-Westerfeld zugeordnet wird. Devese beginnt am Borgwinkel, setzt sich östlich des Grabens beim Real-Markt fort und endet westlich des Alten Dorfes.

DUH-Mitglied stimmt dagegen

Dass nun Steuergeld ausgegeben werden soll, um neue Ortsschilder aufzustellen, bezeichnete Kathrin Heise von den Unabhängigen Hemmingern (DUH) als überflüssig. Sie stimmte als einziges Ausschussmitglied gegen die – man könnte sagen für sie grenzwertige – Aktion. Die anderen DUH-Mitglieder stimmten dafür, allerdings mit einer Mahnung. Es gehe darum, zu einer Stadt zusammenzuwachsen, beschwor Fraktionschef Wolf Hatje. „Wir sind alle Hemminger – das ist eine Aufgabe des Rates“, sagte er.

Ulff Konze stellte klar, dass es sich hierbei nicht um „übertriebenes Kirchturmdenken“ handelt, sondern um ein klares Signal: „Die Anliegen der Deveser werden ernst genommen.“ Vor allem der Bürgerverein Devese wird nicht müde zu schildern, dass mit den Schildern etwas nicht stimmt. Die Bündnisgrünen fordern, auch aktuelle Entwürfe wie etwa den Verkehrsentwicklungsplan 2030 zu korrigieren.

Hundertprozentig an der Gemarkungsgrenze können die Ortsschilder nicht stehen. Das hat die Stadtverwaltung in der Sitzung mit einer Grafik deutlich gemacht, sonst würden zwei Tafeln im Waldgebiet stehen. Konze stutzte: „Dass im Wald kein Ortsschild aufgestellt wird, ist doch klar.“

Nach dem bisherigen Stand der Diskussion bleiben die beiden vorhandenen Ortsschilder an der Brücke über die B-3-neu, die Aufschriften werden aber geändert. Man fährt dort also künftig von Devese nach Devese, denn die Brücke gilt verkehrsrechtlich als Gebiet außerhalb der Ortschaft. Auch bei der Deveser Straße (K225) fährt man später von Devese nach Devese.

Von Andreas Zimmer

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