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Hemmingen Wie geht es an der KGS weiter? Planer sollen helfen
Umland Hemmingen

Hemmingen: Stadt will Studie zur KGS-Erweiterung in Auftrag geben

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00:21 15.06.2019
Die Sanierung des Außengeländes der KGS ist abgeschlossen. Jetzt soll der An- und Neubau für weitere Räume geplant werden. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen-Westerfeld

Die Planungen für die Erweiterung der KGS Hemmingen gehen in die nächste Runde: Die Stadt will aufgrund eines vom Planungsbüro Dr Garbe, Lexis & von Berlepsch aus Halle/Westfalen gemeinsam mit Vertretern der Carl-Friedrich-Gauß-Schule, Eltern und der Stadt erarbeiteten Raumkonzepts eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben – vorausgesetzt, der Rat stimmt dem in der Sitzung am 27. Juni zu.

Nach den bisherigen Gesprächen wird empfohlen, eine Funktionsfläche von 1925 Quadratmetern zu schaffen. Diese soll 21 weitere Klassenräume mit jeweils mindestens 65 Quadratmetern umfassen sowie vier kleine Räume in unmittelbarerer Nähe der Klassenräume für Differenzierung und Inklusion, zwei Fachräume für Naturwissenschaften, einen Fachraum Musik und eine Spielothek für die Ganztagsbetreuung.

Die Machbarkeitsstudie soll zeigen, wie sich die Räume in An- und Neubauten unterbringen lassen und ob es möglicherweise auch noch Kapazitäten im vorhandenen Schulgebäude gibt. Zudem soll untersucht werden, wie der laufende Schulbetrieb auch während der Bauarbeiten aufrecht erhalten werden kann. Noch steht nicht fest, ob Container temporär aufgestellt werden oder ob sich noch andere Ausweichmöglichkeiten finden lassen.

KGS-Raumkonzept soll Grundlage für Studie sein

Bei der Vergabe der Machbarkeitsstudie soll deutlich gemacht werden, dass die Vorschläge aus dem Raumkonzept soweit wie möglich berücksichtigt werden, da diese bereits von allen Beteiligten gemeinsam abgestimmt wurden. Dennoch weist die Verwaltung darauf hin, dass für das Konzept nur eine beschränkte Verbindlichkeit gilt, da erst in der Studie konkret geklärt werden soll, wie der Neu- und Anbau gestaltet wird.

Die Stadt will für die Machbarkeitsstudie Angebote von mindestens drei Planungsbüros einholen, die Erfahrung im Schulbau haben. Der Auftrag soll in der ersten Sitzung des nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschusses nach der Sommerpause vergeben werden. Die Ferien enden Mitte August. Das Projekt müsse aufgrund seiner Größe voraussichtlich europaweit ausgeschrieben werden, teilt die Verwaltung mit.

Steigende Schülerzahlen in der KGS

Laut Verwaltung ist die Erweiterung wegen der erwarteten steigenden Schülerzahlen notwendig, die sich untern anderem durch die Rückkehr zum Abitur nach 13 und nicht mehr nach 12 Jahren ergeben, und der Veränderung von Lehr- und Unterrichtsstandards. Aus den vorliegenden Daten geht unter anderem hervor, dass sich die Schülerzahlen für den Hauptschulbereich mehr steigen, als noch vor einem Jahr prognostiziert wurde. Die Stadt geht jetzt davon aus, dass die Jahrgänge für den Hauptschulzweig bis 2029 durchgängig zweizügig sein werden. Auch der zehnte Jahrgang wird immer wieder mal zweizügig sein. Für die Jahrgänge der Realschüler wird für die nächsten zehn Jahre in den meisten Fällen eine Dreizügigkeit angenommen. Der Gymnasialzweig der KGS wird in der Sekundarstufe I bis 2026 weitgehend in vier Parallelklassen sein. Ab 2027 wird mit einer Fünfzügigkeit gerechnet.

Änderungen sind laut dem Raumkonzept für die Türmchenschule vorgesehen. In diesem Gebäude auf dem KGS-Gelände an der Hohen Bünte sind zurzeit die fünften Klassen untergebracht. Der Vorschlag lautet, dass die dort ebenfalls untergebrachte Musikschule Hemmingen die zwei Räume im Erdgeschoss verlässt. Dort sollen ein Inklusionsraum geschaffen werden sowie ein Sanitätsraum, der auch als Lagerfläche genutzt werden kann. Die weiteren Räume in dem Gebäude sollen von der Musikschule und der KGS gemeinsam genutzt werden. Insgesamt stehen in der Türmchenschule sieben Klassenräume zur Verfügung. Für den Jahrgang 2025/2026 sind allerdings zehn fünfte Klassen prognostiziert. Drei davon sollen dann im Gebäude der Sekundarstufe I untergebracht werden.

Lesen Sie hier, wie der Hemminger Rat das vorliegende Raumkonzept bisher kommentiert hat.

 

Von Tobias Lehmann

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