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Hemmingen Auch Bücherei ins Haus der Bildung?
Umland Hemmingen Auch Bücherei ins Haus der Bildung?
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20:30 14.03.2019
Das Luftbild zeigt unter anderem die sogenannte Fläche 60. Quelle: Google Maps
Hemmingen

Es ist eine der Visionen im Stadtentwicklungskonzept Hemmingen 2030: das Haus der Bildung. Hier sollen unterschiedliche Generationen ein und ausgehen: Besucher der Leine-Volkshochschule (VHS), der Musikschule, des städtischen Familienservicebüros sowie des Stadtarchivs. Seit wenigen Wochen ist mit dem Gebiet der sogenannten Fläche 60 auch ein mögliches Areal bekannt, also beim Gartencenter Glende an der heutigen B3 in Hemmingen-Westerfeld.

Am Mittwochabend war es Thema im Ausschuss für Ausschuss für Soziales, Kultur, Sport und Verkehr. Die Entscheidung über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) hat das Gremium zwar vertagt, doch die SPD kündigte bereits an, dass das Haus der Bildung – Kurt Pages (SPD) sprach von einem Kulturhaus - ein wichtiges Thema sei. Pages erläuterte, die SPD habe unterschiedliche Ortsbegehungen gemacht und werde deren Ergebnisse ins ISEK einfließen lassen.

Fraktionen äußern sich zum ISEK Hemmingen 2030

Svantje von Alten-Rilinger (CDU) sprach von einem „Œuvre“ und verglich das Konzept so mit dem Gesamtwerk eines Künstlers. Die einzelnen Punkte sollten nicht „abgehakt werden, sondern man müsste stets den gesamten Plan sehen“.

Ulrike Roth (Bündnisgrüne) äußerte sich zu geplanten Neubaugebieten: „Arnum-West ist mit uns nicht ohne ÖPNV-Anbindung zu machen.“ Die Abkürzung steht für Öffentlicher Personennahverkehr. Roth regte ferner eine gemeinsame Sitzung des Fachausschusses mit dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt an, in dem übers ISEK und über den Verkehrsentwicklungsplan 2030 diskutiert wird. Fachbereichsleiter Axel Schedler schlug Juni 2019 als Termin vor.

Wolf Hatje von den Unabhängigen Hemmingern kündigte an, dass die DUH keine Änderungsanträge zum ISEK stellen werde. „Genug ist genug“, sagte er. Jedes Projekt im ISEK bedürfe noch einer einzelnen Beratung. Hinzu kommt: „Ein zu genaues Konzept bindet.“

Bücherei ins Haus der Bildung?

Marc Heinecke, Leiter der Stadtbücherei, schlägt gegenüber dieser Zeitung vor, auch die Bücherei im Haus der Bildung unterzubringen. Sie ist zurzeit im Rathaus in Hemmingen-Westerfeld und „platzt aus allen Nähten“. Dann könnte der Medienbestand besser untergebracht und präsentiert werden mit „ansprechenden, gemütlichen Aufenthaltszonen für Kinder und Familien, Lese- und Internetplätzen, vielleicht einen kleinen Presse-Kiosk und ein für alle nutzbares Lese- und Internet-Café“. Er bezeichnet das Haus der Bildung als „nachhaltige Bereicherung für Hemmingen mit seinen vielen kleinen und bemerkenswerten Kulturstätten“. Heinecke ergänzt: „Eine Vernetzung mehrerer Kultureinrichtungen, die sich wie im richtigen Leben gegenseitig beeinflussen und durchdringen, in einem hoffentlich großzügig geplanten Gebäude mit hoher Aufenthaltsqualität könnte für Hemmingen einen Sprung nach vorne von der gediegenen Schlafstadt zum Musterstädtchen für fröhliche Wissenschaft bedeuten.“

VHS, Musikschule, Familienservicebüro und Stadtarchiv

Die VHS hat ihre Geschäftsstelle zurzeit im Rathaus in Hemmingen-Westerfeld, aber auch Räume in Arnum. Die Musikschule ist in der sogenannten Türmchenschule in Hemmingen-Westerfeld untergebracht und das Familienservicebüro in Räumen an der B3 in Arnum. Ein öffentlich zugängliches Stadtarchiv gibt es noch nicht. Bürgermeister Schacht hatte das Haus der Bildung Ende 2016 erstmals in einem Interview mit dieser Zeitung erwähnt.

Mehr lesen Sie hier.

Von Andreas Zimmer

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