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Hemmingen Kosten für Städtebauprojekt in Arnum explodieren: Was bedeutet das für die Anwohner?
Umland Hemmingen

Hemmingen: Städtebauförderung Arnum und Förderprogramm Kosten gestiegen Folgen für Anwohner unklar

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18:00 24.01.2020
Die Ortsdurchfahrt in Arnum mit der Kreuzung Wilkenburger Straße/Bockstraße: Hierfür ist ein Kreisel im Gespräch. Quelle: Andreas Zimmer (Archiv)
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Arnum

Die heutige B3 in Arnum ist ein schicker Boulevard mit vielen Sitzbänken und die Alte Wilkenburger Straße autofrei und dort plätschert ein Bach: Das sind nur zwei von vielen Ideen aus dem Konzept für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Arnum. Sie könnten in die Tat umgesetzt werden, nachdem die B-3-Ortsumgehung für den Verkehr freigegeben wird, was fürs zweite Quartal dieses Jahres geplant ist. Die Stadt übernimmt dann die heutige Bundesstraße und will sie umbauen – wenn dafür Geld aus einem Programm der Städtebauförderung fließt.

Nun zeichnet sich ab: Die bisherigen Kosten für das Projekt sind deutlich gestiegen. Sie belaufen sich mittlerweile auf insgesamt 11,5 Millionen Euro. Das sind 2,4 Millionen Euro mehr als noch im vergangenen Jahr. Als einen der Gründe nennt die Stadtverwaltung steigende Baukosten.

Auswirkungen auf Anlieger sind noch unklar

Anlieger sollen an den Kosten in dem Sanierungsgebiet beteiligt werden. Was die jüngsten Mehrkosten für die Anwohner bedeutet, sei noch unklar, erläuterte Fachbereichsleiter Axel Schedler am Freitag auf Nachfrage. Auf jeden Fall blieben die Zahlungen wegen des Fördertopfes unter den Summen von herkömmlichen Straßenausbaubeiträgen. Die Anwohner werden letztlich einen Ausgleich für die Wertsteigerung ihrer Grundstücke durch das Städtebauprojekt zahlen müssen –wie viel, das lässt sich noch nicht abschätzen.

Nicht nur die Stadt soll die Ortsdurchfahrt, durch die sich Jahrzehnte der Verkehr quälte, verschönern: Anwohner können auch selbst aktiv werden und zum Beispiel ihr Haus sanieren und dazu einen Zuschuss aus dem Förderprogramm beantragen.

Bund, Land und Stadt übernehmen jeweils ein Drittel der Kosten

Mit der höheren Gesamtausgabe von nunmehr 11,5 Millionen Euro fließt bei einer Zusage aber auch entsprechend mehr Fördergeld. Bund, Land und Stadt sollen jeweils ein Drittel der Gesamtkosten für die Städtebauförderung übernehmen. Für die Stadt bedeutet dies, dass sie nun für einen Zeitraum von zwölf Jahren jährlich rund 300.000 Euro fest einplanen muss – wenn die Stadt überhaupt ins Programm rutscht. Das klärt sich voraussichtlich im Frühjahr.

Weil sich die Vorgaben für die Antragstellung geändert haben, muss die Stadt ihre bereits fertigen Papiere abändern und bis spätestens Ende dieses Monats neu einreichen. Darin fließe auch der geänderte Geltungsbereich ein, erklärte Stadtplanerin Angela Anders am Donnerstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt.

Gebiet reicht nun weiter nach Süden

Das Gebiet erstreckt sich beidseitig der B3 und reichte bisher vom Hohen Holzweg bis etwa zur Hiddestorfer Straße. Die Bockstraße sei nun nicht mehr enthalten. Bei einer Ortsbegehung im vergangenen Jahr unter anderem mit Vertretern des Niedersächsischen Umweltministerium sei der Stadt geraten worden, stattdessen eher das Gebiet weiter nach Süden, also in Richtung Pattensen, auszudehnen, um die Chancen auf die Förderung zu erhöhen. Nun schließt das Sanierungsgebiet unter anderem auch den Kindergarten am Pattenser Feldweg mit ein. Mit dem aktuellen Stand des Vorhabens wird sich der Rat in seiner Sitzung am 19. März befassen.

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Von Andreas Zimmer

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