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Hemmingen Krimidinner beim Kürbisfest: Leser sitzen gleich mit zwei „Mördern“ am Tisch
Umland Hemmingen

Krimidinner beim Kürbisfest in Wilkenburg: HAZ/NP-Leser sitzen gleich mit zwei „Mördern“ am Tisch

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15:10 15.09.2019
Die acht Gewinner versuchen zwischen den vier Gängen herauszubekommen, wer der Mörder ist. Quelle: Stephanie Zerm
Wilkenburg

Mit Arztkittel und Stethoskop, Pfarrmantel nebst Hut oder Abendgarderobe samt Federboa – die Gewinner des HAZ/NP-Krimi-Menüs hatten sich am Sonnabend auf dem Kürbisfest in Wilkenburg ordentlich in Schale geworfen. Nicht zuletzt, um ihrer jeweiligen Rolle gerecht zu werden. Denn die acht HAZ/NP-Leser sahen kein Theaterstück während ihres Dinners, sondern waren gleich selbst ein Teil davon. Zuvor hatten sie den Plot und ihr Charakterprofil erhalten, und nur einer wusste bereits im Vorfeld: Er war der Mörder.

HAZ/NP-Leseraktion mit Krimi-Menü

Sarah Istrefaj, Leiterin der HAZ/NP-Lokalredaktion Süd, und Veranstalter Christian von Oheimb begrüßten die Gäste, die zunächst mit einem Kürbissecco anstießen. Dann verlas von Oheimb die Geschichte und stellte die Charaktere vor. Jeder bekam einen Infozettel mit einigen Spielanweisungen zu seiner Person, und schon ging es los mit der ersten Spielrunde. Schnell fand jeder äußerst überzeugend in seine Rolle, es wurde diskutiert und argumentiert: Wer konnte der Mörder sein?

In der fiktiven Handlung wollten die acht Gäste des Gutshof-Hotels „Zum Goldenen Kürbis“ ein paar ruhige Tage in Wilkenburg verbringen. Doch bereits am ersten Morgen machen sie eine schreckliche Entdeckung: Der Rechtsanwalt Frank Turban, der alle in das Wilkenburger Hotel eingeladen hatte, ist ermordet worden. Seine Lebensgefährtin und die Leiterin des Hotels haben ihn erstochen in seinem Zimmer gefunden. Bis die Polizei eintrifft, überprüft die Hotelleitung die Alibis der verdächtigen Gäste im Restaurant des Hotels.

Veranstalter hat Handlung für Kürbisfest umgeschrieben

„Die Krimihandlung haben wir aus einem schon fertigen Stück übernommen und dann noch etwas umgearbeitet“, verriet von Oheimb. Dabei hatte er immer wieder versteckte Bezüge zum Kürbisfest eingearbeitet. So trugen alle in der Handlung vorkommenden Charaktere als Nachnamen den Namen einer Kürbissorte: von Anton Kamo über Sonja Lakota bis zu Patricia Nugget.

Wer hat den Rechtsanwalt umgebracht? Diese Frage stellten sich auf dem Wilkenburger Kürbisfest die acht Gewinner des HAZ/NP-Krimidinners.

In vier Raterunden versuchten die Gewinner des HAZ/NP-Krimidinners dem Täter auf die Schliche zu kommen. Zwischen den kriminologischen Wortgefechten der Verdächtigen servierte Chefkoch Nicos Messinger, Inhaber von Kochkonzept Hannover, ein Vier-Gänge-Menü, das das Kürbisfest und den fiktiven Mord vereinte: So gab es unter anderem „Verdächtig aromatische Frischkäsecreme mit Hokkaidokürbis“, „Mörderisch guten Räucherlachs, aufgefunden in unmittelbarer Nähe von Avocado-Kürbissalat“ und „Quälend langsam gegartes Roastbeef mit kanadischem Ahornpfeffer auf blutrotem Portweinjus, dazu unschuldiger Rahmspitzkohl und grausam zerquetschtes Püree von Hokkaido und Kartoffel“.

Krimidinner kommt gut an

Bei den Gewinnern des HAZ/NP-Krimidinners kam die Veranstaltung gut an. „Das Essen ist super lecker“, schwärmte Ursula von Wrangel, die am Sonnabend mit ihrem Ehemann Thomas von Wrangel den 35. Hochzeitstag bei der Veranstaltung feierte. Nur eines schockierte die Harkenbleckerin. „Ich saß die ganze Zeit, ohne es zu wissen, neben einem Mörder“, sagte sie schmunzelnd. Diese Überraschung erlebten gleich mehrere der Teilnehmer. Denn laut Skript gab es in dem Stück nicht nur einen, sondern gleich zwei Mörder, die unerkannt mit den anderen Gästen das Krimidinner genossen.

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