Laatzen/Hemmingen/Pattensen: Arbeitslosenquote steigt in der Corona-Krise auf 7,1 Prozent
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Hemmingen „Schlimme Situation“: Arbeitslosenquote steigt in der Corona-Krise auf 7,1 Prozent
Umland Hemmingen

Laatzen/Hemmingen/Pattensen: Arbeitslosenquote steigt in der Corona-Krise auf 7,1 Prozent

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15:14 01.07.2020
Antragsformulare der Bundesagentur für Arbeit werden in der Corona-Krise besonders häufig benötigt. Quelle: Caroline Seidel/dpa (Symbolbild)
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Laatzen

Der Einbruch der Wirtschaft im Zuge der Corona-Pandemie hat im Juni nahezu überall zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen geführt. Den Bereich Laatzen mit Hemmingen und Pattensen trifft es dabei besonders hart: Mit aktuell 2827 Arbeitslosen wurden dort 721 mehr gezählt als noch vor einem Jahr. Das entspricht einem Plus von 34,2 Prozent und liegt deutlich über dem durchschnittlichen Anstieg in der Region (25,2 Prozent).

Dramatischer Anstieg in Pattensen

„Das ist eine schlimme Situation, die nur durch eine anziehende wirtschaftliche Entwicklung verbessert werden kann“, sagt Heike Döpke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Hannover, die regionsweit fast 50.000 Arbeitslose zählt. Besonders dramatisch ist der Anstieg in Pattensen. Dort wurden im Juni 347 Arbeitslose gezählt, das sind 37,7 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. In Laatzen waren es im Juni 1976 (plus 34,1 Prozent), in Hemmingen 504 Arbeitslose (plus 32,3 Prozent). Häufig betroffen sind laut Statistik Ausländer und Geringqualifizierte.

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Arbeitslosenquote steigt auf 7,1 Prozent

Im gesamten Geschäftsstellenbezirk Laatzen kletterte die Arbeitslosenquote im Juni auf 7,1 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 5,4 Prozent. Noch höher ist die Quote aktuell nur in den Bezirken Langenhagen (7,8), Garbsen (7,9) und Hannover (9,3).

Auch wenn der Scheitelpunkt bei der Welle der Arbeitslosen demnächst erreicht sein könnte – echte Lichtblicke am Arbeitsmarkt zeigten sich noch nicht, so ein Sprecher der Agentur für Arbeit in Laatzen. Der Bestand an neuen Stellen lag im Juni mit 78 zwar etwas über dem Mai-Wert (53), insgesamt aber noch deutlich unter dem aus dem Vorjahr (136).

Ausbildungsmarkt bleibt stabil

Nicht zuletzt mit Blick auf die Schulabgänger richtet die Agentur ihre Aufmerksamkeit auf den Ausbildungsmarkt. Dieser sei trotz der anhaltenden Corona-Krise regionsweit erstaunlich stabil.

Die Vergabe der Ausbildungsplätze sei in diesem Jahr um zwei Monate verzögert, so sei noch Zeit, sagte der Agentur-Sprecher. „Die Leute sollten sich jetzt unbedingt melden.“ Für Ausbildungsplätze ist die Nummer (0511) 9193030 zu wählen, für Studienplätze die (0511) 9194040.

Von Astrid Köhler

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