Laatzen/Hemmingen/Pattensen: Die Corona-Krise kostet im Bezirk Hunderte Arbeitsplätze
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Hemmingen Corona-Krise kostet im Bezirk Laatzen Hunderte Arbeitsplätze
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Laatzen/Hemmingen/Pattensen: Die Corona-Krise kostet im Bezirk Hunderte Arbeitsplätze

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14:58 30.04.2020
 
  Quelle: dpa
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Laatzen/Hemmingen/Pattensen

Die Corona-Krise kostet auch in Laatzen, Hemmingen und Pattensen Arbeitsplätze – wenn auch in geringerem Umfang, als angesichts der großen Einschränkungen der Wirtschaft zu befürchten war. Die Arbeitslosenquote im Bezirk Laatzen, zu dem alle drei Kommunen gehören, stieg im April von 5,6 auf 6,3 Prozent. Sie liegt damit deutlich über der Quote des Vorjahrs, als noch 5,4 Prozent arbeitslos gemeldet waren. Zum Vergleich: Regionsweit liegt die Arbeitslosenquote nun bei 7,2 Prozent.

Die Agentur für Arbeit führt den bislang relativ glimpflichen Verlauf auf die Kurzarbeit zurück, die etliche Betriebe angemeldet haben. Regionsweit meldeten 10.408 Unternehmen für 159.300 Arbeitnehmer Kurzarbeit an. Damit profitieren fast fünfmal so viele Beschäftigte davon als während der Finanzkrise im Jahr 2009. „Das Kurzarbeitergeld hat Schlimmeres verhindert“, sagte Heike Döpke, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Hannover, am Donnerstag. Gleichwohl dürfte sich die Lage noch verschlechtern. „Wir werden in diesem Jahr weiter mit steigenden Arbeitslosenzahlen rechnen müssen.“

Weniger Menschen finden den Weg zurück in den Job

Wie sehr die Kurzarbeit wirkt, zeigt auch ein Blick auf die Zu- und Abgänge in der Statistik. In Laatzen, Hemmingen und Pattensen lag der Zugang an Arbeitslosen im April bei 529 und damit fast exakt auf dem Niveau der Vormonate. Dass die Arbeitslosenquote dennoch deutlich steigt, liegt daran, dass viel weniger Arbeitslose einen Weg zurück in den Job gefunden haben: Die Zahl der sogenannten Abgänge halbierte sich von 558 auf 263.

Dafür spricht auch der aktuelle Rückgang neu gemeldeter Stellen. Meldeten Arbeitgeber in den vergangenen Monaten jeweils knapp mehr als 100 neue Stellen an, waren es im April nur 51. Was Hoffnung macht: Der Bestand offener Stellen stieg im Bezirk Laatzen im April um 7 auf 648. Im Vergleich zum Vorjahr sind es sogar 42 Stellen mehr.

Absolut gezählt waren Ende April 2462 Personen im Bezirk Laatzen arbeitslos gemeldet, das sind 266 mehr als im März. 1697 davon wohnen in Laatzen, 451 in Hemmingen und 314 in Pattensen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Arbeitslosenzahl in Laatzen um 17,7 Prozent, in Hemmingen um 12,8 und in Pattensen um 19,8 Prozent. Den höchsten Anteil an Arbeitslosen hat Laatzen selbst mit einer Quote von 7,8 Prozent.

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Von Johannes Dorndorf