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Umland Hemmingen Nachrichten Die Blitzer werden 2019 abgebaut
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19:41 02.01.2015
Von Andreas Zimmer
Löst etwa 100-mal in der Woche aus: Der Blitzer an der Bundesstraße 3 in Hemmingen-Westerfeld.
Löst etwa 100-mal in der Woche aus: Der Blitzer an der Bundesstraße 3 in Hemmingen-Westerfeld. Quelle: Andreas Zimmer
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Hemmingen

„Sie danach dort zu belassen wäre sinnlos, schließlich wird es eine ganz neue Verkehrsstruktur in Hemmingen geben“, sagte Bürgermeister Claus Schacht auf Anfrage dieser Zeitung. Für die bestehende B 3 werde dann nicht mehr der Bund, sondern die Stadt zuständig sein. In der Ortsdurchfahrt solle wie in etlichen anderen Hemminger Stadtteilen auch Tempo 30 gelten.

An der Ortsumgehung könnten die Blitzer nicht ohne Weiteres neu platziert werden. Das sei ein Schritt, den sich die Untere Verkehrsbehörde überlegen müsse, erläuterte Joachim Ernst. Er leitet den Geschäftsbereich Hannover der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Die beiden Blitzer der Stadt an der bestehenden B 3 haben sich längst amortisiert. Jener an der Göttinger Straße in Arnum wurde im September 2012 scharf gestellt, der in Hemmingen-Westerfeld nahe der Fritz-Kuckuck-Straße steht bereits seit Juli 2011. Gab es anfangs Blitzlichtgewitter, allein in Hemmingen-Westerfeld löste das Gerät wöchentlich bis zu 300-mal aus, ist die Anlage mittlerweile den meisten Fahrern, die öfter in der Region unterwegs sind, bekannt. Laut Philip Berger, Mitarbeiter in der Abteilung Sicherheit und Ordnung in der Hemminger Stadtverwaltung, erfasst die Anlage in Arnum durchschnittlich 21 Verstöße am Tag. Waren es im Jahr 2013 noch rund 7500 Verstöße, lag die Zahl 2014 nur bei etwa 4400. Die Messanlage in Hemmingen-Westerfeld registriert im Durchschnitt 15 Verstöße täglich. Im Jahr 2013 wurden insgesamt etwa 5200 Verstöße gezählt, im vergangenen Jahr waren es rund 4000.

Entsprechend gehen die Summen an Verwarn- und Bußgeld zurück. Beliefen sich diese 2013 noch auf 141 000 Euro, kalkuliert die Verwaltung für dieses Jahr nur noch mit 120 000 Euro. Fachbereichsleiter Sven Bertram erklärt, die Erträge stammen zu 85 Prozent aus den stationären Messungen, der Rest seien mobile Messungen. Die Stadt Hemmingen leiht sich dafür die mobile Kamera der Stadt Pattensen aus.

Andreas Zimmer 02.01.2015
01.01.2015