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Nachrichten Drohne und Festplatte gehören zum Reisegepäck
Umland Hemmingen Nachrichten Drohne und Festplatte gehören zum Reisegepäck
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00:15 16.01.2016
Von Andreas Zimmer
Eine Frau in Axum Tigray in Äthiopien. Quelle: Schneider
Devese

Jeder hat eine Canon 5D mit Objektiven mit einer Brennweite von 16 bis 400 mm. Mit den Fotos erfreuen die Weltenbummler nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Publikum. Sie machen Multivisionsschauen mit jeweils 500 bis 600 Fotos sowie Videos, O-Tönen und Musik aus dem jeweiligen Land – und das alles wird live kommentiert.

Das Fotografen-Ehepaar Rita und Harald Schneider aus Devese ist bereits durch viele Länder gereist. Für die Leine-Nachrichten zeigen die beiden ihre schönsten Reisefotos.

Die anderthalbstündige Schau über Laos und Kambodscha am 22. Januar im Hemminger Kulturzentrum bauhof zeigen sie dort zum ersten Mal. Premiere war erst im Herbst 2015 in Ricklingen.

Seit rund 20 Jahren fotografiert das Paar als Hobby, seit 2001 machen sie Multivisionsschauen. Rita Schneider arbeitet als Betriebsleiterin, ihr Ehemann ist pensionierter Maschinenbautechniker. M.objects heißt das Programm, mit dem sie ihre Schauen am hochauflösenden 4K-Monitor erstellen. Jede nimmt etwa ein halbes bis dreiviertel Jahr an Vorbereitung in Anspruch. „Wichtig ist eine gute Dramaturgie“, sagt Rita Schneider.

Kommt es vor, dass das Paar Motive doppelt fotografiert? Motive ja, sagt Harald Schneider, aber trotzdem sei der Bildausschnitt oder die Perspektivwahl immer eine andere. Während Harald Schneider gern Porträts und Videos macht, bevorzugt seine Ehefrau Landschaften und Detailaufnahmen. In Äthiopien hat das Paar auch eine Drohne eingesetzt, die es für Landschaftsaufnahmen gekauft hat. Drohne und Kameras passen ins Handgepäck, allerdings sei die Ausrüstung mit bis zu zehn Kilogramm recht schwer. Harald Schneider erinnert sich: „Bei einer Kurzreise hatten wir mal keine Kamera mit. Da fehlte richtig was.“ Die Profi-Ausrüstung errege oft Aufmerksamkeit. „Viele denken, wir sind von den Medien.“

Harald Schneiders erste Kamera war eine Agfa Box 6x9 in den fünfziger Jahren. Rita Schneider begann in den achtziger Jahren zu fotografieren, nachdem sie das Tauchen gelernt hatte: „Zunächst bewegte ich mich unter Wasser vor der Kamera. Bald aber wollte ich mit der Kamera selber gestalten.“ Die Planung einer Reise beginne ein bis anderthalb Jahre vorher. „Vor Ort haben wir Kontaktpersonen, allein schon wegen der Sprache oder weil wir uns auch in Gebieten bewegen, die man nicht mit der Straße erreichen kann“, erläutert Rita Schneider. In mehr als 70 Ländern ist das Paar schon gewesen.

Durch die digitale Entwicklung und durchs Internet hätten sich die Sehgewohnheiten des Publikums verändert, hat es festgestellt. Die Menschen könnten heute schnell über fast jeden Ort der Welt etwas erfahren. „Das nimmt das Neue“, sagt die 57-Jährige. Doch häufig sei es so, dass das Publikum ihrer Multivisionsschauen schon in dem Land gewesen seien, über das die Schneiders berichten. Nur ab und zu ist das Paar auf den Fotos selbst zu sehen.

Das nächste Reiseziel ist Neuseeland. Und das Interesse an weiteren Ländern ist längst nicht erschöpft. Neue Kameras testet das Paar wegen der vielen Möglichkeiten gern in der Mittelgebirgslandschaft des Weserberglandes aus. In Hemmingen fotografiert es nach eigenen Angaben eher selten.

Nach Devese ist das Paar vor etwa 25 Jahren gezogen. „Wir suchten etwas Dörfliches. Der Ort sollte aber auch nah an Hannover liegen“, sagt Harald Schneider, der 1940 in Berlin geboren wurde. Wird es den Weltenbummlern in Hemmingen nicht zu langweilig? Harald Schneider verneint. Das Paar komme bei seinen Reisen auch in arme Gegenden. „Man lernt zu schätzen, was man hier hat.“

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