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Umland Hemmingen Nachrichten Offene Seniorensprechstunde: Das waren die Themen
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00:37 31.03.2018
Bürgermeister Claus Schacht hört sich bei der ersten Seniorensprechstunde im Bürgersaal in Hemmingen-Westerfeld die Anliegen der älteren Mitbürger an.
Bürgermeister Claus Schacht hört sich bei der ersten Seniorensprechstunde im Bürgersaal in Hemmingen-Westerfeld die Anliegen der älteren Mitbürger an. Quelle: Torsten Lippelt
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Hemmingen

 Bei den ersten beiden offenen Seniorensprechstunden hat Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht viele Ideen und Anregungen gesammelt. In Hemmingen-Westerfeld wurde die schlechte Akustik und Präsentationstechnik bei Sitzungen im Ratssaal bemängelt.  Auch Smartphones waren ein Thema.

Die Nutzung der Mobiltelefone ist für viele Senioren offenbar eine Hemmschwelle, und etliche der gebotenen Möglichkeiten werden bislang nicht ausgenutzt. Schacht sagte: „Wir haben uns spontan entschlossen, für Senioren eine Smartphone-Schulung zu organisieren und anzubieten, zur besseren Nutzung angebotener Alltagshilfen und auch zur schnelleren Kommunikation.“ 

Die Senioren in Hemmingen-Westerfeld forderten auch inhaltsreichere Informationen über die vom Arbeiter-Samariter-Bund angebotenen Transporthilfen für den Lebensmitteleinkauf in den einzelnen Stadtteilen. In Arnum war der Linienbusverkehr ein großes Thema, darunter der Wunsch nach besseren Taktungen und Verbindungen. Die Senioren forderten zudem den Erhalt des Bürgerbüros in Arnum. „Das wollen wir auch“, sagte Schacht.

Der Bürgermeister besuchte ohnehin geplante Seniorenveranstaltungen. Im Bürgersaal in Hemmingen-Westerfeld am Dienstagnachmittag kamen mehr als 20 Besucher zum DRK-Kaffeetrinken. Einen Nachmittag später in der Arnumer Begegnungsstätte waren es rund 30 Teilnehmer bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Schacht macht aus der Not eine Tugend. Denn der eigentlich als Ansprechpartner gedachte Seniorenbeirat der Stadt hat sich nach zehnjährigem Mitwirken im August 2017 mangels aktiver Mitglieder aufgelöst. Bis sich wieder genügend Bewerber dafür finden, hat die Stadtverwaltung vom Rat die Aufgabe erhalten ein Konzept entwickeln, wie die Belange der Senioren in dieser Zeit Gehör finden. „Diese jetzt aufsuchende Seniorenarbeit ist keine dauerhafte Lösung und ein Alternativangebot zur allgemeinen Möglichkeit, seine Belange zu den Sprechzeiten der Stadtverwaltung im Rathaus vorbringen“, weist Schacht auf das Provisorium hin, das in diesem Jahr voraussichtlich zwei Mal reihum in den Stadtteilen angeboten werden soll. 

Als nächstes ist Hiddestorf an der Reihe: am Mittwoch, 11. April, von 14.30 bis 16 Uhr in der Begegnungsstätte am Klagesgarten für Senioren aus Hiddestorf und Ohlendorf. Harkenbleck und Wilkenburg folgen, doch hierfür gibt es noch keine Termine. Devese ist zurzeit noch außen vor, weil es dort keine Seniorentreffen gibt. 

Claus Schacht bezeichnete die ersten beiden Sprechstunden als „bereichernd“. Der dienstälteste Bürgermeister in der Region Hannover sagte in Hemmingen-Westerfeld: „Ich merke inzwischen – wenn man älter wird, wird es nicht lustiger. Aber hier bin ich jetzt auf der Reise, um von Ihnen zu lernen.“ Zudem erfahre er an Ort und Stelle, welche Leistungen Vereine und Verbände wie das Rote Kreuz und die AWO erbringen. „Sie halten die Seniorenarbeit in der Stadt aufrecht.“ 

Von Torsten Lippelt und Andreas Zimmer