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Nachrichten KGS Hemmingen ist ein „Ort der Ideen“
Umland Hemmingen Nachrichten KGS Hemmingen ist ein „Ort der Ideen“
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18:10 11.02.2009
Von Rüdiger Meise
Technikprojekt prämiert Schüler an der KGS Hemmingen Quelle: HAZ-Foto: Steiner
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Die 2006 ins Leben gerufene Initiative prämiert täglich einen „Ort der Ideen“, der „für innovatives, visionäres Denken“ stehe, sagte Laudator Matthias Battefeld von der Deutschen Bank Hannover, Kooperationspartner der Initiative. Das KGS-Projekt wurde aus insgesamt 2071 Bewerbungen ausgewählt. Entscheidend für die Entscheidung sei die Einrichtung des „JeT-Kompetenzzentrums Fertigung“ gewesen, das gestern seiner Bestimmung übergeben wurde.

In dem Werkzeugmaschinenlabor des Zentrums sollen Schüler technische Praxiserfahrungen sammeln, „die bisher erst in einer technischen Ausbildung oder einem ingenieurwissenschaftlichen Studium zugänglich waren“, lobte Stefan Kapferer, Staatssekretär im niedersächsischen Wirtschaftsministerium, das Projekt. „Das Zentrum schließt auf diese Weise eine Lücke zwischen dem traditionellen Schulunterricht und der wirtschaftsnahen Praxis, die so häufig gefordert wird.“

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Die Möglichkeiten des Zentrums stehen allen Jahrgangsstufen zwischen der fünften und 13. Klasse zur Verfügung, aber auch andere Schulen sollen in das Angebot einbezogen werden, sagte Uwe Groth, Vorsitzender des Vereins Deutscher Ingenieure Niedersachsen (VDI), der das JeT an der KGS vor acht Jahren ins Leben gerufen hatte. Gefördert wird das „Kompetenzzentrum Fertigung“ vom Zukunfts- und Innovationsfonds des Landes sowie von Sponsoren.

Im Labor führte der 15-jährige Tolger Günes dann gestern vor, wie Schüler das Labor mit Leben füllen: Aus Fischertechnik-Teilen, Elektromotoren, Lichtschranken und Sensoren haben die Jugendlichen den Funktionsmechanismus eines elektrischen Händetrockners und der Eingangstür einer Bank nachgebaut.
Am Nebentisch zeigte die 18-jährige Anou Vesterling mit ihrem gleichaltrigen Mitschüler Roman Karkosch den Nachbau einer Produktionsstraße. Und was war eigentlich das Schwierigste an dem Modell? „Die Maschine zu programmieren“, sagt die Schülerin.