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Nachrichten Schülern lernen das Leben im Alter kennen
Umland Hemmingen Nachrichten Schülern lernen das Leben im Alter kennen
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00:15 26.04.2017
Von Tobias Lehmann
Die KGS-Schüler freuen sich auf die Aktionen im Seniorenheim. Quelle: Privat
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Hemmingen-Westerfeld

Der KGS-Kurs von Lehrerin Nina Rudnick befasst sich seit Beginn des Halbjahres mit dem Thema "Altern-Sterben-Tod". In Gesprächen hätten Schüler durchaus Ängste beim Gedanken ans Sterben geäußert, berichten Rudnick und Heimleiter Andreas Baumert. Manche gingen davon aus, dass man in einem Altersheim "nur auf das Sterben warten kann". Das Projekt soll den Schülern jetzt die Möglichkeit geben, sich eine Meinung in der Praxis zu bilden. 

Vereinbart ist, dass jeder Schüler bis Ende Mai sechs bis acht Termine in dem Heim wahrnimmt. Jeder kann individuell entscheiden, ob er an besonderen Angeboten teilnimmt, etwa dem Tanz in den Mai, dem Muttertagscafé oder täglichen Angeboten wie dem Presseclub und der Betreuung bettlägeriger Patienten mit Gymnastik, Spielen oder Bingorunden. Die Schüler werden bei jedem Termin vom Fachpersonal des Rosenparks begleitet und müssen zu keiner Zeit pflegerische Tätigkeiten übernehmen, betont Rudnick

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Die Lehrerin hatte sich zuvor die Erlaubnis der Eltern für dieses ungewöhnliche Projekt geholt. Denn der Unterricht wird bis Ende Mai nur begleitend zum Projekt und nach vorheriger Rücksprache mit den Schülern organisiert. Es wird nach Absprache mit der Schulleitung auch keine Klausur zur Bewertung geben, da die Erfahrungen der Schüler alle individuell sein werden. Stattdessen sollen die Schüler eine "kreative Ausarbeitung ihrer Projektzeit" erstellen. Dies könne zum Beispiel ein Dokumentarfilm sein oder auch schriftlich angefertigte Interviews. Nach Beendigung dieses Projekts sollen die Ergebnisse öffentlich vorgestellt werden. 

Tobias Lehmann 26.04.2017
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