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Nachrichten Zingsheim bringt rasantes "Kopfkino" auf die Bühne
Umland Hemmingen Nachrichten Zingsheim bringt rasantes "Kopfkino" auf die Bühne
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00:15 14.06.2017
Mit seinem Programm "kopfkino" nimmt der Kabarettist Martin Zingsheim das bauhof-Publikum mit auf eine rasante Reise in seine wilde Gedankenwelt. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen

Das mehrfach ausgezeichnete Ausnahmetalent (Deutscher Kleinkunst-Förderpreis 2015, Radio-Kabarettpreis „Salzburger Stier“) nahm seine 100 Zuhörer mit auf eine rasante Reise, die wilden Gedanken und Geistesblitzen folgte. Scharfsinnig formuliert und dabei sich selbst virtuos musikalisch am Klavier begleitend, philosophierte er über Gott und die Welt, Liebe und Veganismus, wünschenswerte Verrücktheiten im Alltag sowie die musikalischen Folgen seiner Kindheit in den Neunzigerjahren.

Da ging es um Wissens-Outsourcing („Frag doch die Oma!“) und eine von der Natur entwöhnte Jugend, die erstmals ein lebendes Lamm sieht und verwundert feststellt: „Da sind ja noch Haare auf meinem Döner!“. Zingsheim schafft es, mit kleinen Szenenveränderungen Altbekanntes in ein neues Licht zu rücken: „Stellen Sie sich vor, Kunstinteressierte werden mit Polizeibegleitung als Gruppe vom Bahnhof abgeholt und ziehen singend ins Museum - dabei singend „Was heißt hier postmodern, das Bild sieht sch… aus!“. Das ist absurd? In etwas anderen Zusammenhängen ist dies in vielen deutschen Großstädten von August bis Juni Wochenendalltag.

Zingsheim, für den es der dritte Auftritt im bauhof war, forderte sein Publikum auf, im Leben einfach mehr verrückte Sachen zu tun. Beispielsweise sich mit einem alten orangefarbenen Wählscheibentelefon in die Straßenbahn zu setzen und die Mitfahrer dort mit einem Telefongespräch zu verblüffen.

Auch E-Mails mal mit einem Füller zu schreiben, könne ganz interessant sein.

Sein Können stellte der frisch promovierte Musikwissenschaftler und das einstige Mitglied im „Bundeskabarett“ darüber hinaus am Klavier unter Beweis: unter anderem mit einer musikalischen Chanson-Hommage an Frankreich und dessen Kultur sowie mit „Rock’n Roll ist tot“. Dabei wie auch bei einigen weiteren Stücken wurde er an der Geige gekonnt begleitet vom mitgebrachten Gast Martin Weber, mit dem er zeitweise bei Konzerten zusammen auftritt. Eine sprachlich wie musikalisch virtuose „kopfkino“-Reise durch unseren Alltag. 

Fotostrecke Hemmingen: Zingsheim bringt rasantes "Kopfkino" auf die Bühne

Von Torste Lippelt

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