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Nachrichten Hochwasserschutz: Planer stellen Studie vor
Umland Hemmingen Nachrichten Hochwasserschutz: Planer stellen Studie vor
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00:30 13.04.2018
Achtung Hochwasser: Die Vorrichtung mit dem Schild an der Straße, die von Wülfel nach Wilkenburg führt, wird bei Bedarf auf die Fahrbahn geschoben. Quelle: Andreas Zimmer
Hemmingen

 Wie soll Hemmingen vor Hochwasser geschützt werden?Die Machbarkeitsstudie, an der zwei Planungsbüros gearbeitet haben, ist aktualisiert. Mitarbeiter dieser Büros stellen sie am Donnerstag, 12. April, in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt vor. Sie ist öffentlich und beginnt um 19 Uhr im Forum der KGS an der Hohen Bünte in Hemmingen-Westerfeld.

Ein politisches Votum wird in dieser Sitzung noch nicht erwartet. Die Studie sieht laut Stadtverwaltung „geänderte Deichlinien und verschiedene Variantendifferenzierungen“ vor. Nähere Informationen teilt sie noch nicht mit, hat aber für Donnerstagmittag zu einem Pressegespräch einladen. Die Verwaltung erläutert, das Thema sei „sehr komplex“ und sie arbeite noch an der entsprechenden Drucksache für die Ratsgremien.

Vorabinformationen haben bereits die Ratsfraktionen erhalten sowie vor etwa einem Monat der Arbeitskreis Hochwasserschutz mit Kommunalpolitikern und anderen Bürgern bei einem internen Treffen. Auch wenn sich dem Vernehmen nach bei einer Variante die Deichlänge verdoppelt und damit auch die Kosten auf rund 20 Millionen Euro verdoppelt haben sollen, fordert der Arbeitskreis nach Auskunft ihres Sprechers Ernst Thießen: „Die Stadt muss die Entwurfsplanung bis zum Planfeststellungsverfahren weiter betreiben.“ Allein kann die Stadt dies nicht stemmen und hofft daher auf eine Landesförderung. Thießen gab zu bedenken, dass noch Jahre vergehen werden, bis ein eventueller Deich gebaut wird. Bis dahin gelten möglicherweise ganz andere Förderrrichtlinien.

Beim Hochwasserschutz ist auf jeden Fall die Strecke von der B 3 in Hemmingen-Westerfeld entlang des Klewertweges zum Alten Dorf und weiter bis Wilkenburg zu berücksichtigen. Neue Berechnungen haben ergeben, dass Wilkenburg mehr geschützt werden muss als bisher angenommen. Hinzu gekommen sind Teile von Arnum und Harkenbleck. Ursprünglich sollten die neuen Entwürfe bereits im Ausschuss im November 2017 öffentlich vorgestellt werden. Bürgermeister Claus Schacht hatte Ende 2017 erläutert: „Es ist noch vieles abzustimmen, unter anderem mit dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Wir müssen auch die Auswirkungen auf die Nachbarkommunen prüfen.“

Die neuen Berechnungen wurden vor allem notwendig, weil sich – stark vereinfacht – eine Frage ergab: Warum kommt es am Pegel der Leine in Koldingen zu höheren Ständen, aber Hemmingen bleibt trotzdem weitgehend verschont?Die Stadtverwaltung erläutert: „Insgesamt hat die Neuberechnung ergeben, dass die ursprüngliche Machbarkeitsstudie und die daraus resultierende Variantenplanung keinen ausreichenden Schutz vor dem HQ100 geboten hätten.“ Damit ist ein Hochwasser gemeint, wie es nur einmal in 100 Jahren vorkommt.

Von Andreas Zimmer

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