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Umland Hemmingen Nachrichten Fast alle Straßen nach Hochwasser freigegeben
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00:15 03.08.2017
Von Andreas Zimmer
Die Strecke Wilkenburg-Altes Dorf ist wieder frei. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen

Zuerst hat die Straßenmeisterei der Region die Brückstraße freigegeben. Das ist die Kreisstraße 220, die von Hemmingen-Westerfeld nach Döhren führt. Die Verbindung vom Alten Dorf Hemmingen nach Wilkenburg (L389/K221) wurde nach dem Hochwasser gereinigt und ist seit Montagmittag wieder befahrbar. Seit Montagnachmittag ist ebenfalls die Kreisstraße 222 zwischen Harkenbleck und Wilkenburg frei. Der Radweg blieb allerdings weiterhin gesperrt. Wilkenburg war mehrere Tage nur von Arnum aus zu erreichen und kann jetzt also wieder über alle drei Strecken angefahren werden.

Weiterhin gesperrt ist nach Auskunft der Hemminger Stadtverwaltung die Straße von der Abzweigung der L389/Wilkenburger Straße nach Wülfel. Trotzdem waren dort ab und zu Fahrzeuge zu sehen. Die Stadt Hemmingen warnte auf ihrer Internetseite: "Es besteht zum Teil noch große Gefahr.“

Schon in der vergangenen Woche hatten Autofahrer die Absperrungen an Dorf- und Brückstraße missachtet und blieben auf der überfluteten Fahrbahn liegen. Die Stadt erwägt über die Region Hannover als Verkehrsbehörde Anzeigen gegen die Fahrer zu erstatten. Bürgermeister Claus Schacht sagte am Montag: „Mit ihrem Verhalten haben sie andere Menschen in Gefahr gebracht.“ An Leinen gesichert hatten Feuerwehrleute Seile an den Autos angebracht, um sie ins Trockene ziehen zu können. Zudem müssen die Fahrer die Feuerwehreinsätze bezahlen. „Wenn gesperrt ist, ist gesperrt“, sagte Schacht.

Bei Hochwasserkontrollen am Wochenende hätten einige Auto- und Motorradfahrer ein „aggressives Verhalten“ gegenüber den Verwaltungsmitarbeitern gezeigt und sich über die Absperrungen beklagt. „Es ist wohl eher so, dass sie uns bei der Arbeit behindert haben“, sagte Schacht.

Passanten auf der gesperrten Brückstraße haben am Sonntag beobachtet, dass Eltern ihre Kinder in einer verbliebenen Pfütze haben spielen lassen, während auch einige Autofahrer die Strecke benutzt haben. Glücklicherweise hat es keinen Unfall gegeben.

Ungern erinnern sich auch die Kleingärtner zwischen Arnum und Wilkenburg ans Hochwasser. Wie erst jetzt bekannt wurde, stand es an einem Abend 70 Zentimeter hoch. „Der neue Straßengraben von 2016 hat mehr Wasser in die Anlage gebracht als vorher“, sagte Jürgen Nettelmann, der die Parzellen verpachtet. „Das Wasser floss über die gesamte Straßenlänge in den Graben.“ Erst zwei Tage später sei es langsam im Boden versickert. Die Pächter seien nun dabei die Schäden in den Gärten zu beseitigen. Die Landesbehörde hatte seinerzeit den Bau des Grabens mit der Entwässerung begründet und mit Sicherheitsbedenken.

Fotostrecke Hemmingen: Fast alle Straßen nach Hochwasser freigegeben

Angesichts der sinkenden Pegel konnten Bürgermeister Claus Schacht für die Stadtverwaltung und Lennart Fiegut als Sprecher der Stadtfeuerwehr am Sonntag eine positive Bilanz ziehen: Das Stadtgebiet von Hemmingen blieb von Schäden durch das Hochwasser weitgehend verschont.

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