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Nachrichten „Ich mag es, erkannt zu werden“
Umland Hemmingen Nachrichten „Ich mag es, erkannt zu werden“
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21:10 23.04.2015
Peter von Sassen.
Peter von Sassen. Quelle: Zerm
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Hemmingen

Am Donnerstag, 24. April, hält von Sassen im Bauhof einen Multimediavortrag über Wilhelm Busch. Wir trafen den Fernsehjournalisten vorab und sprachen mit ihm über Literatur, den Polarkreis und Hemmingen.

Herr von Sassen, man kennt Sie vor allem aus dem NDR und aufgrund Ihrer Fernsehreportagen über den Polarkreis. Wie kommt es, dass Sie jetzt einen Vortrag über Wilhelm Busch halten?

Ich habe schon vor vielen Jahren damit begonnen, auch Lesungen abzuhalten. Da ich ein leidenschaftlicher Koch bin und gern gut esse, vor allem über kulinarische Themen. Bis ich eines Tages gefragt worden bin, ob ich nicht auch eine Lesung über Wilhelm Busch machen kann. Das habe ich aber zunächst abgelehnt.

Und dann?

Dann habe ich ein kleines Buch über ihn gelesen und fand sein Leben mit den vielen Brüchen und Spannungsfeldern sehr faszinierend.

Kann man denn noch etwas Neues über Wilhelm Busch sagen?

Viele kennen ihn nur als Dichter und Zeichner. Aber es gibt viele Dinge, die kaum jemand über ihn weiß, wie die Tatsache, dass er 2000 Ölbilder gemalt, aber niemals eines davon ausgestellt hat.

Wie ist der Kontakt zum Bauhof zustande gekommen?

Ich habe eine Anfrage bekommen, ob ich hier lesen möchte. 2012 habe ich dann den ersten Vortrag über meine Expedition nach Franz-Josef-Land, den nördlichsten Archipel der Welt, im Bauhof gehalten. Wir waren das erste deutsche Fernsehteam, das dieses Gebiet bereist hat. 2013 habe ich im Bauhof dann ein Weihnachtsprogramm präsentiert. Ich komme immer wieder gern hierher. Der Bauhof hat eine tolle Atmosphäre.

Was verbinden Sie mit Hemmingen?

Ich mag den alten Teil von Hemmingen sehr gern. Das alte Dorf mit den engen Gassen ist wunderschön.

Sie haben schon viele Orte der Welt bereist und leben seit rund 20 Jahren in der Deisterregion. Was gefällt Ihnen am Umland von Hannover?

Ich liebe es wegzufahren. Aber genauso sehr, wieder nach Hause zu kommen. Es ist wunderschön, zu Hause die Terrassentür aufzumachen und die schöne Aussicht zu genießen. Ich liebe die Natur. Und da hat das Umland von Hannover eine große Vielfalt zu bieten.

Werden Sie oft auf der Straße angesprochen?

Ja, aber das finde ich nett. Ich mag es, wenn mich die Menschen wiedererkennen.

Gibt es Orte, die Sie noch einmal bereisen möchten?

Ja, ich möchte noch einmal in die Inkastadt Machu Picchu in Peru und zum Südpol. So lange ich gesund bin, werde ich auch weiterhin extreme Regionen der Welt besuchen. Dort lernt man, demütig zu sein und dass es Dinge gibt, die man auch mit modernster Technik nicht beherrschen kann.

Was für berufliche Projekt haben Sie noch geplant?

Ich müsste 150 Jahre alt werden, um alles umzusetzen, was ich noch machen will (lacht). Ich möchte noch einige Multimediashows machen, etwa über niedersächsische Gärten und einen Pilgerweg in Norwegen sowie eine Lesung darüber, dass Männer und Frauen nicht zusammenpassen. Außerdem möchte ich noch viel viel mehr fotografieren.

Von Stephanie Zerm

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