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19:36 04.03.2015
Von Tobias Lehmann
In einer fiktiven Ratssitzung kamen viele Themen zur Sprache.
In einer fiktiven Ratssitzung kamen viele Themen zur Sprache. Quelle: Tobias Lehmann
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Hemmingen-Westerfeld

In einer fiktiven Ratssitzung - geleitet von Kerstin Liebelt, die auch im realen Rat den Vorsitz hat - kamen viele Themen zur Sprache.

Auf Kritik stießen die Preise in der Mensa an der KGS. „Die Kosten wurden von 2,90 Euro auf 3,50 Euro erhöht, doch das Essen ist nicht besser geworden“, sagte Sarah. Bürgermeister Claus Schacht wies darauf hin, dass die Stadt gerade eine Umfrage unter den Schülern zu diesem Thema mache. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die weitere Beratung im Schulausschuss dienen.

Auf einstimmigen Zuspruch stieß die Forderung, für jeden gefällten Baum in Hemmingen zwei neue zu pflanzen. Mehrheitlich stimmten die Schüler für ein Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen und exklusive Badetage für beide Geschlechter im Büntebad. Der Grund dafür ist, dass sich einige Frauen und Mädchen wegen ihrer Religion nicht in Badekleidung vor Männern zeigen dürfen. Abgelehnt hingegen wurde ein autofreier Tag in Hemmingen.

Schacht lobte, dass die Jugendlichen viele soziale Themen aufgegriffen haben und nicht einfach „Kinos und Fast-Food-Restaurants“ gefordert haben. Er hätte sich allerdings gewünscht, dass in den Beratungen noch etwas konkreter auf die Finanzierung einzelner Projekte eingegangen worden wäre. Lob gab es auch von der Politik. Wolf Hatje (DUH) sagte: „Ich war den ganzen Tag dabei und bin begeistert. Die Jugendlichen haben tolle Ideen.“ Jan Dingeldey (CDU) ergänzte: „Die Schüler haben sehr realitätsnah diskutiert.“

Auch die Begleitung in Form eines ebenfalls mit Schülern besetzten Presseteams fehlte nicht. Sie folgten den Sitzungen, führten Interviews und machten Foto- und Filmaufnahmen. „Es ist toll, die Arbeit eines Journalisten einmal selbst zu erleben“, sagte die 14-jährige Laura. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sollen in einem Magazin veröffentlicht werden.

Von Tobias Lehmann

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